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NWZonline.de Sport Fußball

Viel Mittelmaß und ein Gewinner

18.11.2019

Mönchengladbach Mit einem Glas Wein stieß Joachim Löw in der Nacht auf das gelöste EM-Ticket an, doch die große Quali-Party fiel aus. Zu „selbstverständlich“ (Timo Werner) ist ein Start bei der EM 2020, zu groß das verbliebene Ziel im letzten Länderspiel des Jahres. So stiegen Löw und die Nationalspieler bei der Abreise nach Frankfurt ohne Kater, aber mit reichlich Motivation in den Bus.

„Wir wollen auch am Ende vorn stehen“, sagte Löw, und Kapitän Manuel Neuer ergänzte mit Blick auf das Fernduell mit Erzrivale Niederlande: „Es wäre wichtig, wenn wir vor Holland bleiben.“

Dank des ungefährdeten 4:0 (1:0) in Mönchengladbach gegen Weißrussland und des zeitgleichen Ausrutschers der Niederlande (0:0 in Nordirland) ist der fast schon abgeschriebene Gruppensieg plötzlich zum Greifen nahe. Mit einem fest eingeplanten Sieg an diesem Dienstag (20.45 Uhr/RTL) gegen die Nordiren schließt Deutschland die Qualifikation als Gruppenerster ab.

Doch die Frage lautet: Ist das überhaupt ein Vorteil für die Auslosung der EM-Endrunde am 30. November in Bukarest? Beim extrem kniffligen Modus galt bislang die Ukraine als wahrscheinlichster Gruppengegner aus dem Lostopf 1, in dem nun aber vermutlich Deutschland selbst landen wird. Aus Lostopf 2 könnte in Europameister Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo womöglich ein deutlich unangenehmerer Gegner zugelost werden.

„Es ist diesmal in der Tat nicht ganz so einfach“, sagte Löw über die vielen Unwägbarkeiten bei der Auslosung. Fest steht: Sollte sich Ungarn am Dienstag in Wales für die Endrunde qualifizieren, ist der Mit-Gastgeber definitiv ein Gruppengegner.

Egal, gegen wen es dann bei der Endrunde geht: Das Löw-Team muss sich steigern, um ein Wörtchen um den Titel mitzusprechen. „Aktuell zählen wir nicht zu den absoluten Favoriten“, sagte Doppel-Torschütze Toni Kroos (55./83. Minute), „aber das heißt ja nichts.“

Auch gegen zweitklassige Weißrussen verschluderten die Spieler bis zum spektakulären Hackentor von Abwehrchef Matthias Ginter (41.) zahlreiche Chancen. Und in der Defensive habe man „die ein oder andere Chance zu viel zugelassen“, kritisierte Löw. Leon Goretzka, Torschütze zum 2:0 (49.), ergänzte selbstkritisch, man habe aufgrund der Führung „ein bisschen leichtsinnig“ agiert.

Verlassen konnte sich Löw aber auf seine drei verbliebenen Rio-Weltmeister. Real-Profi Kroos war torgefährlich und immer anspielbar. Kapitän Manuel Neuer parierte erstmals in der Nationalmannschaft einen Elfmeter aus dem Spiel heraus (75.).

Und Ginter? Der Gladbacher drehte in seinem „Wohnzimmer“ Borussia-Park auf und war als Abwehrchef an drei Toren maßgeblich beteiligt. Das technische Kunststück zum 1:0 hatten ihm nicht alle zugetraut. „In der Halbzeit wollte es tatsächlich nicht jeder glauben, dass ich das war“, erzählte Ginter: „Ich habe es in einer Trockenübung nachgemacht. Dann hat es mir jeder geglaubt.“

Luca Waldschmidt wird vorerst keine Tore schießen. Der Freiburger zog sich nach einem Zusammenprall mit dem Gäste-Torhüter Alexander Gutor eine Mittelgesichtsfraktur mit begleitender Gehirnerschütterung sowie eine Verletzung am rechten Knie und Sprunggelenk zu.

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