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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Revolver, Schnee und Skandale

27.07.2020

Montevideo Vor 90 Jahren, in der zweiten Julihälfte 1930, fand die erste Fußball-WM statt. Negative Corona-Tests spielten bei den Einlasskontrollen vor dem Finale keine Rolle, der Schiedsrichter John Langenus aus Belgien befürchtete eine andere Gefahr. Er sorgte sich, dass bei der Partie zwischen den Erzrivalen Uruguay und Argentinien die Emotionen hochkochen könnten und verlangte strenge Waffenkontrollen. Und tatsächlich wurden am 30. Juli 1930 vor dem Anpfiff im Estadio Centenario in Montevideo rund 1600 Revolver eingesammelt. Vor den unbewaffneten Fans schlug Gastgeber Uruguay Argentinien mit 4:2 und krönte sich zum ersten Weltmeister.

Die Teams

Zwar gab es keine Qualifikation – teilnehmen durfte praktischer jeder, der wollte. Dennoch fiel es dem Weltverband Fifa zunächst schwer, genug Mannschaften für die WM zu begeistern. Vor allem die Teams aus Europa scheuten die mühsame Anreise über den Atlantik. Auch Deutschland verzichtete auf eine Teilnahme. Gerade einmal 13 Nationalmannschaften machten schließlich mit, darunter nur vier aus Europa. Die Spieler aus Frankreich, Belgien und Rumänien reisten gemeinsam auf dem Linienschiff „Conte Verde“ an, später stiegen noch die Brasilianer zu. Das jugoslawische Team fuhr erst drei Tage lang mit dem Zug nach Marseille und trat von dort die zweiwöchige Atlantiküberquerung auf der „SS Florida“ an. Zwar wurden die Mannschaften im Hafen von Montevideo begeistert empfangen, schrieb Schiedsrichter Langenus. Neben seiner Tätigkeit als Unparteiischer arbeitete er in Uruguay auch als Korrespondent für das Fachblatt „kicker“. Allerdings froren die Spieler erst einmal ordentlich: Im Juli ist Winter auf der Südhalbkugel – die ersten Spiele wurden im Schneegestöber ausgetragen.

Das erste WM-Tor

Das erste WM-Tor erzielte der Franzose Lucien Laurent im Spiel gegen Mexiko. „Nach meinem Tor, dem ersten des Turniers und gleichzeitig meinem ersten für die französische Nationalmannschaft, haben wir uns gegenseitig gratuliert, aber wir sind uns nicht in die Arme gesprungen, wie man es heute im Fußball oft macht“, erzählte er einmal.

Das Stadion

Auch bei den Spielstätten hapert es zunächst. Heftiger Regen verzögerte die Fertigstellung des neuen Estadio Centenario. Die ersten Partien zwischen Mexiko und Frankreich sowie Belgien und den USA wurden deshalb in anderen Stadien in Montevideo ausgetragen. Erst fünf Tage nach den ersten Spielen zogen alle Mannschaften dann feierlich ins Centenario ein.

Der erste Wm-Skandal

Der Weg ins Finale war holprig für die Gastgeber. Beim Spiel gegen Frankreich kam es zum ersten WM-Skandal, als der brasilianische Schiedsrichter Rego die Partie bei einer 1:0-Führung der Uruguayer sechs Minuten zu früh abpfiff. Im Halbfinale setzten sie sich zwar deutlich mit 6:1 gegen Jugoslawien durch – allerdings mit nicht gerade regelkonformer Schützenhilfe von der Seitenlinie. So sollen Polizisten oder Fotografen den Ball von der Außenlinie zurück ins Spielfeld geflankt haben, was zum dritten Tor führte.

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