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NWZonline.de Sport Fußball

Mit weißer Weste ins Achtelfinale

18.06.2019

Montpellier Befreit vom Druck ist die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft als Gruppensieger ins WM-Achtefinale gestürmt. Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewann am Montag zum Vorrundenabschluss in Montpellier mit 4:0 (3:0) gegen Südafrika und zeigte nach den beiden 1:0-Arbeitssiegen gegen China und Spanien auch ohne die verletzte Spielmacherin Dzsenifer Marozsan (Zehenbruch) die erhoffte spielerische Steigerung gegen die in der Offensive harmlosen Afrikanerinnen.

Auch mit dem Toreschießen klappte es endlich besser: Melanie Leupolz (14. Minute), Sara Däbritz (29.), Alexandra Popp (40.) und Lina Magull (58.) trafen vor 15 502 Zuschauern im Stade de la Mosson – darunter viele deutsche Anhänger – zum hochverdienten Erfolg im ersten Länderspielduell mit dem WM-Neuling. Die DFB-Auswahl beendete die Gruppenphase ohne Gegentreffer.

„Man hat gesehen, dass wir Fußball spielen können. Das war uns wichtig. Wir sind happy, dass wir den Gruppensieg erlangt haben. Das war unser erstes Ziel“, sagte Popp.

Mit dem Gruppensieg hat der zweimalige Weltmeister sein erstes Etappenziel in Frankreich erreicht und trifft im Achtelfinale am kommenden Samstag (17.30 Uhr) in Grenoble auf einen der vier besten Gruppendritten. Wie der erste Kontrahent in der K.o.-Runde heißen wird, steht noch nicht fest. Im zweiten Spiel der Gruppe B trennten sich Spanien und China 0:0, womit beide Teams das Weiterkommen schafften. Die punktlosen Südafrikanerinnen müssen dagegen die Heimreise antreten.

Voss-Tecklenburg hatte ihr Team im Vergleich zur Spanien-Partie auf drei Positionen geändert. Für Kathrin Hendrich, Lena Goeßling und die mit einer Gelben Karte vorbelastete Lena Oberdorf rückten Leupolz, Magull und die 18-jährige Freiburgerin Klara Bühl in die Startelf. Erstmals trat das DFB-Team bei dieser WM im 4-4-2-System an, mit Bühl und Popp als Doppelspitze. Die Trainerin hatte nach zwei glanzlosen Siegen zum Vorrundenabschluss eine spielerische Steigerung gefordert. Und Deutschland begann gegen den Weltranglisten-49. engagiert und zielstrebig, ließ nie einen Zweifel am Siegeswillen aufkommen.

Den ersten Angriffen fehlte es bei herrlichem Fußballwetter und 27 Grad noch an Präzision, ehe eine Standardsituation zur deutschen Führung führte. Bei einer von Verena Schweers getretenen Ecke stand Leupolz auf der Linie des Fünf-Meter-Raums völlig frei und hatte keine Mühe, ihren Kopfball ins linke untere Eck zu platzieren.

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