MONTREUX - MONTREUX/SID - Bei der Ziehung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz ist Deutschland eine „Hammerguppe“ fast sicher: Wenn morgen (12 Uhr/ZDF, N24 und Euro) in Montreux/Schweiz durch die Ex-Bundesliga-Profis Stephane Chapuisat und Andreas Herzog die sieben Gruppen ausgelost werden, findet sich die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann erstmals nur im zweiten Lostopf wieder.
So könnte es für das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schon in der Qualifikation zu den Klassikern gegen die Niederlande, England oder Frankreich kommen. Dennoch gibt sich Klinsmann optimistisch, dass Deutschland auch bei der EM 2008 dabei sein wird. „Wir sind auf einem guten Weg, haben großes sportliches Potenzial. Es wird nicht einfach – aber ich mache mir keine
Sorgen“, sagte Klinsmann gestern.
Zuletzt standen die EM-Endrunden für die DFB-Elf unter keinem guten Stern. 2000 in den Niederlanden und Belgien blamierten sich die Deutschen ebenso wie 2004
in Portugal und verabschiedeten sich jeweils nach der Vorrunde. Die jeweiligen Teamchefs Erich Ribbeck und Rudi Völler traten anschließend zurück.
Die Setzliste für die Auslosung ergab sich aus den Ergebnissen der Nationalteams in den Qualifikationen für die zurückliegende EM-Endrunde 2004 sowie für das WM-Turnier 2006 in Deutschland. Für Deutschland steht angesichts seiner automatischen Teilnahme an der WM im eigenen Land lediglich ein Koeffizient von 2,250 für 18 Punkte aus acht EM-Ausscheidungsspielen zu Buche.
Die EM-Endrunde 2008 mit acht Spielorten (Wien, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck, Genf, Basel, Bern, Zürich) wird am 7. Juni in Basel eröffnet, das Finale wird am 29. Juni im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Der kommende Europameister wird auf jeden Fall einen neuen Pokal erhalten. Heute stellt Uefa-Präsident Lennart Johannson die neue Trophäe in Montreux vor.
