MüNCHEN - In der Pfalz knallten vor den Fernsehgeräten die Sektkorken – dank Frankfurter Schützenhilfe steht der 1. FC Kaiserslautern als erster Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga fest. Nach dem 1:1 des FSV Frankfurt am Sonntag gegen den FC Augsburg feierte der FCK nach vier Jahren Zweitklassigkeit zwei Spieltage vor Saisonende die vorzeitige Rückkehr ins Oberhaus. „Ein unglaubliches Erlebnis“, jubelte FCK-Trainer Marco Kurz bei seiner Familie in München. Vorstands-Chef Stefan Kuntz, die Spieler samt Frauen und Kindern feierten im Rathaus in Kaiserslautern.
Jubel am Fernseher
„Es ist ein überwältigendes Gefühl. Mit den Spielern das geschafft zu haben, war sehr ergreifend“, sagte der ehemalige FCK-Torjäger Kuntz. Noch am Freitagabend hatten 50 000 FCK-Fans enttäuscht das ehrwürdige Fritz-Walter-Stadion verlassen, zwei Tage später kannte der Jubel dann keine Grenzen mehr. Die Spieler lagen sich beim gemeinsamen Fernsehen in den Armen. „Es ist begeisternd, dass wir die Identität wieder hergestellt haben mit den Fans, der Stadt, den Sponsoren. Das war sehr schwer. Aber jetzt haben wir neue Hoffnung geweckt.“
Für Kaiserslautern ist es der zweite Wiederaufstieg nach 1997, dem die letzte deutsche Meisterschaft des Vereins gefolgt war (1998). Der FCK war in der Saison 1963/64 eines der Gründungsmitglieder der Fußball-Bundesliga, bevor er 1996 zum ersten Mal abstieg. 2006 war der FCK wieder in die Zweite Liga abgestiegen und hatte 2008 erst am letzten Spieltag den Abstieg in die Dritte Liga verhindert.
Relegation scheint sicher
Der Drittplatzierte Augsburg büßte im Duell mit dem FC St. Pauli um den zweiten direkten Aufstiegsplatz wertvollen Boden ein. Der dritte Rang dürfte aber sicher sein. Mit dem 1:1 bei Arminia Bielefeld hat Fortuna Düsseldorf nur noch minimale Chancen auf den Relegationsplatz.
