MüNCHEN - Schnell haben sich die Basketballer des FC Bayern in der Bundesliga als Zugpferd etabliert – das sportliche Saisonziel wurde dagegen verpasst. „Nächstes Jahr sind wir länger dabei, das garantiere ich“, sagte Münchens Trainer Dirk Bauermann einen Tag nach dem Viertelfinal-Aus in Quakenbrück gegen die Artland Dragons. Im entscheidenden fünften Playoff-Spiel unterlag das bayrische Starensemble mit 73:79 und verpasste so den Sprung ins Halbfinale.

Unter die letzten Vier wollte es Bauermann im ersten Jahr schaffen, nachdem seine Mannschaft mit dem fünften Platz in der Vorrunde das Soll erfüllt hatte. Der 54-Jährige unterstrich aber erneut, dass auf dem Weg an die Spitze Geduld gefragt sei. „Der Kader ist stark, aber das ganze ist nicht auf ein Jahr ausgelegt. Der Erfolg muss sich entwickeln.“

Der Club mit dem großen Namen spielte „dahoam“ meist vor vollem Haus. Auch die Bayern-Fußballer, allen voran Bastian Schweinsteiger, gaben sich die Klinke in die Hand, wenn das Team um die US-Stars Jared Homan, Chevon Troutman und Je’Kel Foster aufspielte. Auch auswärts zogen die Bayern die Fans an, jeder wollte sie verlieren sehen. Häufig wurde der Wunsch erfüllt, über weite Strecken taten sich die Bayern auswärts schwer und kassierten reihenweise Niederlagen.

Zwar steigerte sich das Team zum Ende noch einmal, doch für das Halbfinale reichte es nicht. Stattdessen dürfen sich die Artland Dragons mit Meister Bamberg auseinandersetzen. Schon an diesem Sonnabend (14.30 Uhr) geht es in Franken los. Der Auftakt der zweiten Halbfinalserie zwischen Ulm und Würzburg erfolgt am Sonntag (16 Uhr).