MüNCHEN/BIELEFELD - MÜNCHEN/BIELEFELD/DPA - Nur mit viel Mühe haben gestern die Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht. Die Hessen gewannen beim Zweitligisten 1860 München 3:1, Bielefeld schlug die klassentieferen Kickers aus Offenbach 4:2 im Elfmeterschießen.
1860 München - Eintracht Frankfurt 1:3 (1:1). Eintracht Frankfurt hat zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder das POkal-Halbfinale erreicht. Tore des eingewechselten Ioannis Amanatidis (78.) und von Alexander Meier (90.+3) sicherten dem Bundesliga-Zehnten einen verdienten 3:1-Sieg bei den „Löwen“, die drei Tage nach der Trennung von Trainer Reiner Maurer vergeblich auf ein Erfolgserlebnis hofften. Vor 24 000 Zuschauern war Francisco Copado in der 20. Minute der Ausgleich gelungen, nachdem Stefan Reisinger (11.) die von Interimscoach Bernhard Trares betreuten Münchner in Führung gebracht hatte. „Dieser Sieg war verdient, aber Riesenkompliment an 1860“, sagte Eintracht-Trainer Funkel.
Tore: 1:0 Reisinger (10.), 1:1 Copado (20.), 1:2 Amanatidis (78.), 1:3 Meier (90.+3).
Arminia Bielefeld - Kickers Offenbach 4:2 i.E. (1:1). Der Held des Abends war Arminia-Keeper Mathias Hain, der zwei Strafstöße parierte. Nach 90 Minuten und Verlängerung stand es 1:1. Thorsten Judt hatte den Zweitliga-Abstiegskandidaten aus Hessen mit einem Foulelfmeter in Führung gebracht (27.), schon im Gegenzug gelang Isaac Boakye (28.) vor 17 629 Zuschauern der Ausgleich. Der Ghanaer Boakye scheiterte in der 105. Minute mit einem Strafstoß am starken Kickers-Keeper Sead Ramovic. Beide Teams beendeten die Partie mit neun Feldspielern: Der Bielefelder Marcio Borges sah nach einer Notbremse Rot (26.), Daniel Schumann wegen Foulspiels Gelb-Rot (116.).
Vom Klassenunterschied zwischen den Teams war kaum etwas zu sehen.
Tore: 0:1 Judt (27., Foulelfmeter), 1:1 Boakye (28.).
