• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball

Bayern-Bosse gucken nicht mehr lange zu

26.11.2018

München Nachdem Uli Hoeneß „völlig down“ und innerlich brodelnd den Fußball-Notstand beim FC Bayern ausgerufen hatte, zog sich der Vereinspatron zum Nachdenken an den Tegernsee zurück. Die Münchner Bosse verspüren nach einem weiteren Schockerlebnis akuten Handlungsbedarf: „Das, was heute passiert ist, ist absolut nicht akzeptabel“, sagte Hoeneß.

Und wer dem Präsidenten am Samstagabend über eine Stunde nach dem alarmierenden 3:3 (2:1) gegen Fortuna Düsseldorf bei dessen siebenminütiger Zustandsbeschreibung zuhörte, muss bezweifeln, dass Niko Kovac noch Teil der Lösung sein wird. Zumal der Präsident dem 47-jährigen Kroaten nur eine Gnadenfrist einräumte: „Wir spielen am Dienstag gegen Benfica, und da wird unser Trainer sicherlich Niko Kovac sein.“

Die Jobgarantie gilt also bis zu dieser Champions-League-Partie, in der die Bayern gegen Lissabon das Achtelfinal-Ticket lösen können. „Dann müssen wir mal eine Analyse machen, wo wir stehen“, sagte Hoeneß. Schockiert hatte er auf der Tribüne mit Sitznachbar Karl-Heinz Rummenigge Szenen wie in „Slapstick-Filmen“ (O-Ton Hoeneß) erlebt. Nach dem dritten Torstreich des Düsseldorfers Dodi Lukebakio dachte Hoeneß spontan, „die Welt geht unter“.

Weltuntergang in München? Den werden die Bosse, die Kovac ein überaltertes Team übertragen haben, nicht zulassen wollen. Hoeneß blutet das Bayern-Herz. Der 66-Jährige rückte erstmals ab von Kovac, für den er bislang „bis aufs Blut“ kämpfen wollte. Die Frage, ob der Nachfolger von Jupp Heynckes an der Dimension FC Bayern scheitern könnte, wich Hoeneß aus: „Das kann ich im Moment nicht sagen. Wir müssen jetzt alles hinterfragen, warum wir so spielen, wie wir spielen. Wir können nicht sagen, es wird schon werden. Das ist nie Position des FC Bayern gewesen.“

Die Bosse, die nach dem vierten sieglosen Heimspiel am Stück und einer verspielten 2:0- und 3:1-Führung ungewöhnlich lange bei der Mannschaft in der Kabine verweilten, zwangen sich dazu, nicht aus der Emotion heraus zu handeln. „Uns ist jetzt wichtig, dass wir Ruhe bewahren. Das fällt schwer, das gebe ich absolut zu“, gestand Hoeneß. Der Trainermarkt dürfte intensiv sondiert werden.

Denn Hoeneß’ Zustandsbeschreibung der „total verunsicherten Mannschaft“ fiel verheerend aus. Er prangerte die „dilettantischen Fehler“ an. Bei jedem Angriff der Gegner herrsche höchste Gefahrenstufe. Das Gesamturteil war vernichtend, gerade für Kovac: „Wir spielen sehr schlechten Fußball, einen uninspirierten Fußball und ohne Selbstvertrauen.“

Die Düsseldorfer feierten indes ihren dreifachen Torschützen Lukebakio (21). Der belgische Angreifer, den die Fortuna im Sommer vom FC Watford ausgeliehen hat, degradierte die Münchner Nationalspieler Niklas Süle und Jérome Boateng zu Statisten und sorgte für Glücksmomente bei der Fortuna. Doch direkt nach dem Spiel wurde er von Trainer Friedhelm Funkel eingenordet. Er habe ihm geraten, erzählte der 64-Jährige mit einem Lächeln, „Bleischuhe“ anzuziehen – damit Lukebakio auf dem Boden bleibt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.