München - Beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München brodelt wenige Tage vor dem Ende des Transferfensters die Gerüchteküche. Das englische Talent Callum Hudson-Odoi scheint wohl endgültig beim FC Chelsea zu bleiben, während Stürmer Sandro Wagner angeblich vor einem Wechsel zu Tianjin Teda nach China steht. Die Zukunft von Arjen Robben ist indes ungewiss.

Im Werben um Hudson-Odoi mussten die Münchner einen Rückschlag hinnehmen. Er „wird ganz sicher bei uns bleiben, wahrscheinlich auch im nächsten Transferfenster“, sagte Chelsea-Teammanager Maurizio Sarri am Dienstag über den 18-jährigen Flügelspieler. Außerdem sei Sarri „sehr glücklich“ über die Leistungen von Hudson-Odoi, der die „Zukunft des Clubs“ ist. Die Bayern sollen bis zu 46 Millionen Euro Ablöse für den Engländer bieten. Hudson-Odoi ist bis 2020 an Chelsea gebunden.

Stürmer Sandro Wagner flüchtet offenbar vor dem großen Konkurrenzkampf und steht vor einem Wechsel nach China. Der 31-Jährige hatte in den beiden Rückrundenspielen der Münchner nicht im Kader der Bayern gestanden.

Beim chinesischen Erstligisten, der von Ex-DFB-Trainer Ulli Stielike trainiert wird, soll er einen Vertrag bis Ende 2020 erhalten. Der wuchtige Mittelstürmer war zur Rückrunde der vergangenen Saison für 13 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim nach München zurückgekehrt.

Insgesamt absolvierte Wagner in dieser Saison unter Trainer Niko Kovac nur sieben Bundesliga-Einsätze mit 138 Minuten. Insgesamt lief der gebürtige Münchner 30-mal für die Bayern auf und erzielte dabei zehn Tore.

Offensivspieler Arjen Robben soll derweil über einen Wechsel im Sommer zum Erstligisten FC Tokio nachdenken. Das berichtete die japanische Tageszeitung „Sports Nippon“. Robbens Vater, gleichzeitig Berater des 35-Jährigen, bezeichnete die Gerüchte als „Quatsch“. Robben hatte im Dezember erklärt, nach seinem Abschied vom FC Bayern im kommenden Sommer auch ein sofortiges Karriereende in Erwägung zu ziehen. „Vielleicht höre ich ganz auf“, sagte der Niederländer. Von einem Angebot müsse Robben „wirklich zu 100 Prozent“ überzeugt sein.