MüNCHEN - Mit einer ordentlichen Leistung hat sich Fußball-Bundesligist Bayern München am Dienstagabend aus der Champions League verabschiedet. Im Viertelfinal-Rückspiel trennte sich der deutsche Rekordmeister vom FC Barcelona mit 1:1 (0:0). Die Führung von Franck Ribery (47. Minute) glich Seydou Keita (73.) aus. Barcelona trifft im Halbfinale auf den FC Chelsea um Michael Ballack.
Nach dem 0:4 im Hinspiel in Barcelona am vergangenen Mittwoch begann die Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann so energisch, als wollte sie ein Wunder vollbringen: Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als die von den Zuschauern zunächst frenetisch angefeuerten Bayern schon in Führung hätten liegen können: Nach einer Flanke von Jose Ernesto Sosa kam Luca Toni völlig frei aus kurzer Distanz zum Kopfball, traf die Kugel jedoch nicht richtig.
Knapp zehn Minuten später legte der Italiener für den wie aufgedreht beginnenden Ribery auf: Der Franzose zielte von der Strafraumgrenze aber knapp über die Latte. Barca schien beeindruckt und begann sogleich auf Zeit zu spielen.
In der 47. Minute kam der FC Bayern dann zur verdienten Führung. Andreas Ottl spielte einen Steilpass auf Ribery, der nach innen zog und Barca-Torhüter Victor Valdes gekonnt ausspielte. Der französische Nationalspieler war auf der linken Seite kaum zu halten und wirbelte die Hintermannschaft der Spanier gehörig durcheinander.
Mit der Führung im Rücken wurden die Gastgeber mutiger und verstärkten die Offensive. Barcelona tat dagegen nicht mehr als nötig, ließ die Münchner kommen und beschränkte sich auf das Konterspiel. Wie in der 70. Minute – nach einer Hereingabe von Lionel Messi konnte aber Lucio in letzter Not gegen Samuel Eto’o klären.
Nur drei Minuten später war Jörg Butt im Bayern-Tor dann machtlos. Eine sehenswerte Kombination im Münchner Strafraum schloss Keita mit einem Schuss aus 16 Metern eiskalt zum 1:1 ab.
Klinsmann, der von den Bayern-Fans erneut angefeindet wurde, war die Anspannung deutlich anzumerken. In den Schlussminuten forderten die Fans seinen Rauswurf und die Rückkehr von Ottmar Hitzfeld auf die Trainerbank.
