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NWZonline.de Sport Fußball

Erst das Double – dann das Aus?

24.05.2019

München Wenn Niko Kovac von „Zuhause“ spricht, leuchten seine Augen. Zuhause, das ist für den Trainer des FC Bayern nicht Salzburg, wo seine Familie lebt, auch nicht München oder Kroatien – Zuhause ist und bleibt Berlin. „Berlin ist etwas ganz Besonderes für mich“, sagt Kovac vor dem DFB-Pokalfinale in seiner Geburtsstadt an diesem Samstag (20 Uhr/ARD) gegen RB Leipzig. „Ich habe dort 28 Jahre meines Lebens verbracht, habe so viele Verwandte, Freunde und Bekannte da.“

Kovac kommt zum dritten Mal nacheinander als Trainer zu „seinem“ Heimfinale. Wahrscheinlich, sinniert er, ist es einfach so: „Ich kenne den Weg nach Hause.“ Seit dem sensationellen 3:1 im Vorjahr mit Eintracht Frankfurt gegen die Bayern gehört Kovac zum erlauchten Kreis der fünf Kicker, die den Cup als Profi und Trainer gewannen. Doch selbst wenn der 47-Jährige dieses Kunststück im Olympiastadion als erster Münchner wiederholen würde, wäre dies nicht zwingend gleichbedeutend mit einer Weiterbeschäftigung.

Sein Leipziger Kollege Ralf Rangnick empfindet die nicht enden wollenden Diskussionen um Kovac als „absolut respektlos“. Rangnick steht damit an der Spitze einer inzwischen breiten Front der Kovac-Befürworter, die von verschiedenen Experten über Kollegen bis hin zu den Bayern-Fans reicht.

„Jetzt wollen wir das Double. Ich kann euch versprechen, dass wir alles geben werden“, sagte Kovac bei der Titelfeier. Den Termin am Samstag, sagt Kovac, habe er „vor Saisonbeginn für uns reserviert“. Er habe gerade den neuen Spielern von der „unglaublichen Atmosphäre“ vorgeschwärmt, ihnen eingebläut: „Jungs, dort müssen wir hin!“ Berlin, das Finale, das sei „Gänsehaut pur. Sie können sich kaum vorstellen, wie sehr ich mich auf das Wochenende freue“, meint Kovac.

Werden die Spekulationen um seine Person für seine Mannschaft dort zur Belastung? Thomas Müller ist genervt von der „elendigen Diskussion“. Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer sei gut, betont der Angreifer, der mit Kovac fühlt. Dieser, betont Müller, habe in München „einen sehr harten Kampf zu kämpfen gehabt, den ich so nicht erlebt habe“.

Dass Kovac unter diesem Kampf sehr gelitten hat, ließ er zuletzt immer wieder durchblicken. In seinem „Wohnzimmer“ in Berlin will er die negativen Emotionen „wegpacken“ – und sich wieder einmal als Cup-Spezialist präsentieren. 16 seiner 17 Pokalspiele als Trainer hat er gewonnen, nur 2017 zog er mit Außenseiter Frankfurt im Endspiel gegen Borussia Dortmund (1:2) den Kürzeren.

Im Fußball, so Kovac, gehe es um Siege, Erfolge, Titel. „Wie viele Spieler und Clubs träumen vom Pokal? Wir können uns diesen Traum erfüllen.“ Dass er danach vielleicht zu Hause bleiben muss – egal!

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