MüNCHEN - Aufregung an allen Ecken und Enden beim FC Bayern: An diesem Dienstag (20.45 Uhr/Sky) kämpft der deutsche Fußball-Rekordmeister im Championsleague-Gruppenspiel gegen Girondins Bordeaux gegen das drohende Ausscheiden. Zudem liegen die Münchner mit ihrem Stadtrivalen 1860 im Clinch. Dabei geht es um Forderungen, die die Sechziger als Mieter der Münchner WM-Arena angeblich nicht beglichen haben. Zudem sorgt die Personalie Manuel Neuer bei den Bayern wieder einmal für Gesprächsstoff.

Gegen den Tabellenführer der französischen Ligue 1 muss Bayern-Trainer Louis van Gaal neben den verletzten Franck Ribery und Ivica Olic auch auf die gesperrten Thomas Müller und Daniel van Buyten verzichten. Für den Belgier rückt der wiedergenesene Martin Demichelis in die Startformation. Wer Müller auf der rechten Seite ersetzt, ist offen. Eine Alternative wäre Hamit Altintop.

Einen Einsatz von Arjen Robben von Beginn an schloss van Gaal aus. „Er ist wieder ein Joker, da hat er immer ein Tor gemacht“, sagte van Gaal. Auch Manager Uli Hoeneß verspricht sich von dieser Variante einiges: „Wenn du Robben als Waffe auf der Bank hast, kannst du immer noch was biegen.“

Hintergrund des Streits mit dem Lokalrivalen 1860 sind die Bewirtungskosten in der Münchner WM-Arena. Darum bahnt sich nun sogar eine Auseinandersetzung vor Gericht an. Medienberichten zu Folge zahlt 1860 seit Saisonbeginn nur noch einen Teil des vertraglich vereinbarten Betrages für die Bewirtung der Besucher auf den knapp 3000 Business-Plätzen in der Arena. Das bringt die Stadion GmbH als hundertprozentige Tochter der FC Bayern AG nach Angaben von Hoeneß um Einnahmen von 50 000 Euro pro Heimspiel des TSV 1860 in der Zweiten Liga. „Das ist Geld, das sie uns klauen“, schimpfte Hoeneß. „Dass Herr Hoeneß die Angelegenheit jetzt polternd und lärmend zu Markte trägt, ist unschön, aber nicht zu ändern“, sagte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers.

Hoeneß bekräftigte derweil das Interesse am Schalker Torhüter Manuel Neuer. Die Bayern würden versuchen, zur kommenden Saison einen „sehr guten Torwart“ zu verpflichten, so Hoeneß. Und dabei spiele der Name Neuer auch eine Rolle. Der jetzige Münchner Schlussmann Jörg Butt, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, wollte das Thema nicht kommentieren. „Ich denke da nicht drüber nach“, sagte der 35-Jährige.