MüNCHEN - Die Bayern beschwören die Hinrunden-Geister. Auf die Auftaktpleite gegen Gladbach folgte wie schon zu Saisonbeginn ein mühevoller Arbeitssieg gegen den VfL Wolfsburg. Ein Déj`-vu-Erlebnis, das sich in den kommenden Wochen fortsetzen soll. „Es sieht ähnlich aus wie in der Hinrunde: Erst verloren, dann ein nicht leichter Sieg. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder acht, neun oder zehn Spiele in Folge gewinnen“, erklärte Arjen Robben nach dem 2:0 (0:0) am Sonnabend zur möglichen Duplizität des Saisonverlaufs.

In der Hinrunde folgte dem 1:0 gegen Wolfsburg ein Traumlauf mit sechs Siegen und 21:0 Toren. „Ich denke, dass wir das wiederholen können“, meinte Toni Kroos, „aber dafür müssen wir uns noch verbessern“.

Gegen die harmlosen Wolfsburger langte es immerhin dazu, die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga zu behaupten. Mario Gomez (60.) sorgte mit seinem 118. Treffer im 200. Ligaspiel für das erlösende 1:0. In der Nachspielzeit erhöhte Robben (90.+2).

Wenn man früher in Führung gegangen wäre, „wäre es ein gemütlicher Nachmittag geworden. So war es zäh“, meinte Trainer Jupp Heynckes.

Vor allem im Kombinationsspiel der Bayern knirschte es noch. „Es ist wichtig für Franck Ribéry und mich, dass schnell gespielt und verlagert wird. Sonst kommen wir nicht ins Spiel“, monierte Robben. Von „Jammern auf hohem Niveau“ sprach Mittelfeldspieler Kroos: „Wir können definitiv besser spielen – und das werden wir auch wieder.“ Es brauche einfach ein wenig Zeit, „bis wir wieder richtig im Rhythmus sind“, betonte auch Kapitän Philipp Lahm.

Für den VfL konnte auch der wiedergenesene Torjäger Mario Mandzukic die 14. Niederlage beim 15. sieglosen Spiel in München nicht verhindern. Über seine Zukunft mochte der angeblich unzufriedene und wechselwillige Kroate „nicht reden“. Trainer Felix Magath will seinen besten Torschützen (acht Treffer in dieser Saison) in diesem Winter nicht ziehen lassen. „Ich habe mit seinem Berater gesprochen. Und der hat mit gesagt, dass sich Mario in Wolfsburg wohlfühle“, sagte Magath.