MüNCHEN - Die Meisterschaft ist wohl dahin, jetzt will sich der FC Bayern mit einem Sieg gegen Mainz 05 für den Höhepunkt in der Fußball-Champions-League in Form bringen. Es ist nach der Niederlage gegen Dortmund jetzt schon von Bedeutung zu gewinnen, dass wir uns dann wieder auf Madrid einstimmen können, sagte Münchens Trainer Jupp Heynckes am Freitag.
Es gebe in der Bundesliga zwar nur noch ein Fünkchen Hoffnung, aber bis zum Schlusspfiff der Saison werde man auch bei sechs Punkten Rückstand auf Borussia Dortmund nicht aufgeben, so lange rechnerisch die Möglichkeit bleibt, sagte Heynckes. Und dann sind da ja noch die Titelchancen in DFB-Pokal und Königsklasse, in der am Dienstag (20.45 Uhr/Sat 1) das Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid ansteht. Du musst den Motor wieder anschmeißen. Das wissen die Spieler und das können sie auch, sagte Heynckes.
Bis zum Anpfiff der Bundesligapartie an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) gegen Mainz soll das 0:1 gegen Dortmund möglichst gut verarbeitet sein. Wir müssen so schnell wie möglich das Spiel von Mittwoch aus unserem Gedächtnis streichen, betonte Heynckes.
Die Bayern-Spieler sehen das ähnlich. Wir dürfen uns nicht verrückt machen und müssen den Kopf oben behalten, meinte Torwart Manuel Neuer. Wir haben noch zwei Wettbewerbe. Es gibt noch Ziele, darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren, sagte Kapitän Philipp Lahm.
Heynckes selbst hatte auch am vermutlichen Aus im Meisterschaftsrennen zu knabbern, betonte aber zugleich: Ich habe aus Niederlagen immer mehr Motivation gezogen als aus Siegen. Dann musst du Charakter zeigen und vorneweg gehen, hob der 66-Jährige hervor: Man kann nicht nur Titel feiern, sondern man muss auch Enttäuschungen wegstecken.
Eine indirekte Entschuldigung kam derweil aus Dortmund. Beim Sieg des BVB am Mittwoch hatte Neven Subotic Bayerns Arjen Robben nach dessen verschossenen Elfmeter beschimpft. Das war sicherlich unnötig. Neven hatte den Eindruck, dass es eine Schwalbe war. Inzwischen hat er mitbekommen, dass es keine war, meinte BVB-Trainer Jürgen Klopp: Wir haben alle mal Fehler gemacht.
