MüNCHEN - Offenbach machte im Abstiegskampf Boden gut. Fürth und Freiburg wahrten ihre Aufstiegschancen.
Von Gerd Münster
MÜNCHEN - Alemannia Aachen und der VfL Bochum freuen sich aufs Aufstiegsfinale, und auch Energie Cottbus kann für die Erste Liga planen. Am 29. Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga behaupteten die Lausitzer mit dem 1:0 gestern in Ahlen mit 50 Punkten Rang drei hinter dem Führungsduo, das sich am Ostermontag auf dem „Tivoli“ zum Duell um Platz eins trifft.„Wir standen mit dem Rücken zur Wand, deshalb sind diese drei Punkte so wichtig. Es war ein Sieg der Moral“, sagte der glückliche Energie-Trainer Petrik Sander, „Wir haben uns jetzt da oben festgebissen und wollen dort bleiben.“ Die SpVgg Greuther Fürth (47) mit dem 2:0 gegen die SpVgg Unterhaching und der SC Freiburg (45) mit dem 1:0 gegen Aufsteiger SC Paderborn wahrten ihre Aufstiegschance und setzten den Karlsruher SC (46) für das heutige Gastspiel (20.15 Uhr, DSF) in Dresden unter Erfolgsdruck. In den Kampf um Rang drei könnte auch Rostock wieder eingreifen, das Saarbrücken 3:0 schlug und bis auf sieben Punkte an Cottbus heranrückte.
Im Kampf um den Liga-Verbleib war Offenbach, das mit dem 2:1 am Freitag gegen Aue die Abstiegszone verlassen hatte, der Gewinner. Dagegen geht bei 1860 München nach dem mageren 1:1 im Derby gegen Burghausen weiter Abstiegsangst um. „Schade, wir wollten die vielen Zuschauer mit einem Sieg erfreuen, jetzt ist weiter Zittern angesagt“, so 1860-Trainer Walter Schachner. Weiter bangen müssen auch Paderborn, Unterhaching und Braunschweig. Akute Abstiegsgefahr herrscht in Ahlen und Saarbrücken. Mit Schlusslicht Siegen, bei dem Coach Hannes Bongartz seinen Rücktritt im Sommer ankündigte, steht der erste Absteiger fast fest.
Bei Spitzenreiter Aachen herrschte am Freitag Aufstiegsstimmung. „Unglaublich, jetzt steige ich auf meine alten Tage noch auf“, sagte Kapitän Erik Meijer. „Erste Liga, Aachen ist dabei“, sangen die Fans, und Trainer Dieter Hecking stimmte zu. „Alemannia wird in der kommenden Saison in der Ersten Liga spielen.“
Ähnlich ausgelassen war die Stimmung in Bochum, wo sich der VfL mit dem 3:1 gegen Siegen auf die Begegnung im bereits ausverkauften Aachener „Tivoli“ einstimmte. Trainer Marcel Koller freute sich über den Galaauftritt des zweifachen Torschützen Zvjezdan Misimovic und gab der Mannschaft bis Mittwoch frei.
