MüNCHEN - Nach längerem Schweigen hat der Vorstand von Bayern München die „Beleidigungen und Diffamierungen“ gegen Präsident Uli Hoeneß „aufs Schärfste“ verurteilt. Das Verhalten eines Teils der eigenen Fans beim Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) sei „unverschämt, untragbar und nicht akzeptabel“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Fußball-Rekordmeisters.
Hoeneß war am vergangenen Sonnabend von einer radikalen Fangruppe insbesondere wegen der finanziellen Hilfen des deutschen Rekordmeisters für den Lokalrivalen 1860 München massiv angegriffen worden. Auf Transparenten wurde der frühere langjährige Manager sogar als „Lügner“ bezeichnet.
Die Rettung von 1860 München nimmt derweil konkretere Züge an. Der jordanische Geschäftsmann Hasan Abdullah Ismaik will nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ beim Verein einsteigen und den von der Pleite bedrohten Zweitligisten mit einem zweistelligen Millionenbetrag zurück in die Bundesliga führen. Für 49 Prozent der 1860-Anteile soll Ismaik dem Vernehmen nach 13 Millionen Euro zahlen. Die Deutsche Fußball Liga müsste die Verträge zwischen Club und Investor noch absegnen.
„Abgesehen vom Kaufpreis rechnen wir, um die Erste Liga zu erreichen, mit einer Investition von zehn bis 20 Millionen Euro bis 2014“, wird Ismaik zitiert. Das wären insgesamt bis zu 33 Millionen Euro. Die Wahrscheinlichkeit für sein Investment sei er im Moment „sehr hoch“.
