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NWZonline.de Sport Fußball

Hoeneß läuft im Torwart-Streit heiß

20.09.2019

München Uli Hoeneß setzte ein freundliches Lächeln auf, so als hätte es seinen Aufsehen erregenden verbalen Angriff auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nie gegeben. Doch dann legte der Präsident des FC Bayern am Donnerstagnachmittag, 15 Stunden nach seiner ersten Tirade, die den erfolgreichen Auftakt der Münchner in der Champions League zu einer Randnotiz gemacht hatte, fast genüsslich noch einmal nach.

Er erwarte im Torwart-Zwist zwischen Manuel Neuer (33) und Marc-Andre ter Stegen (27) von „den handelnden Personen, dass man Herrn ter Stegen schon mal in die Ecke stellt und ihm klar sagt, dass es so nicht geht. Er beschädigt hier einen völlig untadeligen Sportsmann wie den Manuel Neuer“, forderte Hoeneß am Rande einer Basketball-Pressekonferenz Konsequenzen für den Keeper vom FC Barcelona. Dieser hatte seine DFB-Reservistenrolle beklagt.

Hoeneß verlangte sogar eine Entschuldigung von ter Stegen. Schon nach dem 3:0 der Münchner gegen Roter Stern Belgrad hatte Hoeneß den DFB, Bundestrainer Joachim Löw und die Medien attackiert – auch einen Konter von DFB-Direktor Oliver Bierhoff ließ er an sich abprallen. „Ich fand das, was ich gesagt habe, total berechtigt“, erklärte Hoeneß am Donnerstag.

Er hätte sich für Neuer „vom DFB mehr Unterstützung erwartet“, hatte Hoeneß am Mittwoch kurz vor Mitternacht gepoltert: „Wir kriegen ständig vom DFB Theater. Erst die unwürdige Ausbootung der drei Spieler, die schlecht behandelt wurden. Jetzt mit Manuel Neuer. Wir haben eine klare Meinung und werden uns das in Zukunft nicht mehr gefallen lassen, dass unsere Spieler ohne Grund beschädigt werden.“ Der FC Bayern werde „den Leuten schon mal ein bisschen Feuer geben. Das können wir“, drohte er zudem.

Bierhoff war davon „überrascht“, wie er sagte: „Und ich habe dafür auch kein Verständnis. Man muss sich da schon die Fakten anschauen.“ Gerade Löw bringe seinen Spielern „immer wieder höchste Wertschätzung entgegen“. Die Hierarchie im Tor sei vom Bundestrainer klar festgelegt, ergänzte Bierhoff: „Er hat schon Ende letzten Jahres gesagt, dass er bis zur EM auf Manu baut, wenn nichts Außergewöhnliches passiert. Ich weiß nicht, ob man das ständig wiederholen muss.“ Neuers jüngste Leistungen sprächen „doch absolut für ihn“, meinte Bierhoff.

Aus Sicht der Bayern müssten das Löw und der DFB wohl häufiger öffentlich betonen. Stattdessen werde Neuer widerspruchslos „als altes Eisen dargestellt, der nach der Europameisterschaft aufzuhören hat“, sagte Hoeneß und ergänzte fast triumphierend: „Da werden sich manche noch wundern. Wenn das so weitergeht, spielt der in fünf Jahren noch – und dann hat der ter Stegen wahrscheinlich schon einen grauen Bart.“

Hoeneß bedachte zudem die Münchner Presse mit Kritik, weil sie nicht für Neuer Partei ergreife, während „die westdeutsche Presse“ den Ex-Gladbacher ter Stegen „ex-trem“ unterstütze, „als wenn er schon 17 Weltmeisterschaften gewonnen hätte“.

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