MüNCHEN - „Butt, Butt, Butt“ wird es an diesem Sonnabend noch einmal lautstark durch die mit 66 000 Zuschauern ausverkaufte Münchner Arena hallen. Einen gebührenden Abschied werden die Fans des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München ihrem zweiten Torwart, Jörg Butt, bieten. Denn der erhielt für das Spiel gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr) von Trainer Jupp Heynckes den Vorzug vor Stammkeeper Manuel Neuer. „Butt wird selbstverständlich von Anfang an spielen. Das wird sein Abschiedsspiel in der Münchner Arena“, sagte Heynckes.
„Ich freue mich einfach auf das Spiel“, sagte der Schlussmann, der 1996 beim damaligen Zweitligisten VfB Oldenburg seine Profi-Laufbahn begonnen hatte und beim TSV Großenkneten (Landkreis Oldenburg) in die Grundlagen des Torwartspiels eingeführt worden war. Er freue sich vor seinem 387. Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse besonders auf die Atmosphäre – gerade jetzt, wo in München alle „euphorisiert“ seien durch das anstehende Königsklassen-Endspiel gegen den FC Chelsea.
„Der Champions-League-Sieg wäre ein krönender Abschluss meiner Karriere. Besser könnte es nicht laufen“, sagte Butt, der 2008 nach München gewechselt war und in der Bundesliga auch für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte. In München wurde der gebürtige Oldenburger endlich auch deutscher Meister. „Mein sportlicher Höhepunkt war das Jahr 2010 mit dem Gewinn des Doubles, dem Champions-League-Finale und mit dem Einsatz im Spiel der WM um den dritten Platz“, sagte Butt. Der 37-Jährige wird im Sommer Jugendkoordinator beim FC Bayern.
„Jörg hat sich das nicht nur verdient. Er war überragend in seiner Haltung, in seinem Verhalten in der Mannschaft. Darum ist das eine Selbstverständlichkeit, dass er ein Abschiedsspiel bekommt“, betonte Heynckes.
