MüNCHEN - Auf ins nächste „Endspiel“: Nach den (Teil-)Erfolgen gegen Eintracht Frankfurt und die Superstars vom FC Barcelona will Jürgen Klinsmann gegen Arminia Bielefeld die nächsten schmerzhaften Erschütterungen für sein wankendes Projekt vermeiden. Nur ein Sieg hilft dem deutschen Fußball-Meister Bayern München bei der Aufholjagd zu seinem 22. Titel, der für die Aussöhnung mit dem aufgebrachten eigenen Anhang unabdingbar scheint. „Ich hoffe, dass wir Ende Mai alle gemeinsam auf dem Marienplatz ein Bier trinken können“, sagte Klinsmann einen Tag vor der Partie an diesem Sonnabend bei den Ostwestfalen.

Als der 44-Jährige am Freitag auf die Partie angesprochen wurde, huschte Klinsmann wieder das für ihn typische Lächeln über das Gesicht. Trotz der knallharten Kritik, Häme und „Raus“-Rufe der eigenen Fans, die er nach den Pleiten gegen Wolfsburg (1:5) und Barcelona (0:4) hatte hinnehmen müssen.

Fast schon verharmlosend merkte Klinsmann an, er habe ein „bisschen auf die Mütze“ bekommen. Getroffen haben die Tiefschläge aber auch den Dauer-Optimisten. „Ich bin auch nur ein Mensch“, gestand Klinsmann, den einige Geschichten „schmerzten“. Dennoch gehe er weiter mit „Spaß“ und „Stolz“ zu Werke. Bei seiner Meister-Mission will er „nicht locker“ lassen.

Und der Trainer glaubt weiter an seine Zukunft bei den Münchnern. Ein „langes Gespräch“, verriet Klinsmann, habe es mit dem Vorstand auch schon über die Planung für die neue Saison gegeben. „Das war sehr konstruktiv. Wir besprechen die Dinge vor“, sagte Klinsmann, verriet aber nichts über Inhalte der Klausur. „Das lassen wir im Hintergrund, wie sich das gehört. Im Vordergrund steht allein die deutsche Meisterschaft.“

Dass ihm Manager Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in den schweren Tagen öffentlich nicht den Rücken stärken, sei so abgesprochen, erklärte Klinsmann. „Es ist so vereinbart, dass es für den Vorstand besser ist, Ruhe und Gelassenheit zu zeigen.“ Mit dieser von Klinsmann geschilderten Gelassenheit ist es aber spätestens beim Verpassen der Qualifikation für die Champions League vorbei. „Das ist das absolute Muss“, sagte der Trainer: „Zielsetzung bleibt aber die Meisterschaft.“