MüNCHEN - Mit drei Spieltagen innerhalb einer Woche stehen in der Fußball-Bundesliga die ersten Vorentscheidungen an. Vor dem Titel-Gipfel am kommenden Mittwoch bei Meister Borussia Dortmund lauert Rekordmeister Bayern München schon am Wochenende auf den nächsten BVB-Ausrutscher. Der mit drei Punkten führende Titelverteidiger tritt beim VfL Wolfsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) an, die Champions-League-Halbfinalisten aus München müssen sich im nächsten Derby gegen den FC Augsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) bewähren. In den bayerischen Wochen, so Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, seien gute Nerven gefragt. Und die haben wir, glaube ich, sagte er zuversichtlich.
Beim Titelverteidiger Dortmund, der seit 22 Spielen unbesiegt ist, bleibt man angesichts des kleinen Vorsprungs noch gelassen. Auch die Rückkehr ins Training von Mario Götze gibt Anlass zur Hoffnung auf den ersten zeitnahen Kurzeinsatz des Mittelfeldspielers, der am Wochenende wohl aber noch nicht im Kader steht.
Allerdings sind die Dortmunder nach dem spektakulären 4:4 gegen Stuttgart gewarnt: Die Wolfsburger feierten zuletzt vier Siege in Serie. Sie haben eine sehr stabile Formation, befand BVB-Coach Jürgen Klopp. Und VfL-Trainer Felix Magath verspricht den Dortmundern ein schweres Spiel. Dafür wird wohl auch Patrick Helmes sorgen. Der Torjäger des VfL absolvierte am Donnerstag eine Laufeinheit ohne Probleme.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß räumte ein, dass er vor dem FC Augsburg Angst habe. Die Sorge sei unbegründet finden zumindest die Spieler. Wir wissen genau, wie schnell der Meisterschaftstraum wieder beendet sein kann, meinte Innenverteidige Holger Badstuber. Der 23-Jährige erwartet ein Augsburger Bollwerk, wenngleich FC-Trainer Jos Luhukay beteuert: Wir wollen auch relativ mutig nach vorne spielen. Ein Punkt wäre ein Erfolg für die Schwaben und wohl das Ende der Münchner Meisterschaftshoffnungen.
Daran mag Hoeneß keinen Gedanken verschwenden: Ich glaube ganz sicher, dass es bis zum vorletzten oder letzten Spieltag ganz eng bleibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer noch einbricht, sagte der 60-Jährige.
Derweil hatte der SC Freiburg mit seinem Einspruch gegen die Gelbe Karte für Matthias Ginter im Spiel bei Bayer Leverkusen (2:0) Erfolg. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes annullierte die Karte, nachdem Schiedsrichter Robert Hartmann eine Verwechslung eingeräumt hatte. Diese wurde durch Fernsehbilder belegt.
