MüNCHEN - Nach dem Einzug ins Finale der europäischen Fußball-Königsklasse und insgesamt 49 Pflichtspielen laufen die Stars von Bayern München beim Angriff auf das historische Triple erst richtig heiß. Jetzt kommt die schönste Zeit der Saison. Champions-League-Finale, Pokalfinale, in der Bundesliga ganz oben wem würde das keinen Spaß machen?, sagte Nationalspieler Philipp Lahm. Jetzt können wir das Obst ernten, freute sich auch Trainer Louis van Gaal.
An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) steht im Fernduell mit Schalke 04 um die deutsche Meisterschaft für den Tabellenführer der vorletzte Akt an der Gegner heißt VfL Bochum.
Das hoch bezahlte Personal der Bayern weiß, dass es sich in den verbleibenden Punktspielen gegen Bochum und bei Hertha BSC Berlin keine Blößen geben darf, wenn es nicht zum größten anzunehmenden Unfall kommen soll. Wenn wir jetzt alles verlieren, spricht niemand mehr über Bayern München, sagte van Gaal, dessen Gegenüber nicht mehr Heiko Herrlich, sondern Interimscoach Dariusz Wosz sein wird. Der Bayern-Trainer betonte aber auch: Wir sind nicht abhängig von anderen. Das ist unser Vorteil. Wenn wir zweimal gewinnen, sind wir Meister.
Mit vier Siegen in vier ausstehenden Pflichtspielen kann München als erste deutsche Mannschaft das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph gewinnen. Da hat sogar die Chefetage mit dem Träumen begonnen. Wir haben jetzt noch vier Spiele. Da wollen wir unsere blütenweiße Weste behalten. Diese Saison kann historisch werden. Es ist alles möglich, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.
Das Tauziehen um eine mögliche Teilnahme von Franck Ribéry am Endspiel der Champions League am 22. Mai in Madrid gegen Inter Mailand wird am kommenden Mittwoch entschieden. Nachdem Bayern München gegen die Sperre von drei Spielen gegen den Franzosen Berufung eingelegt hat, findet die Verhandlung darüber am 5. Mai bei der Kontroll- und Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union im schweizerischen Nyon statt. Ribéry muss voraussichtlich selbst erscheinen.
Rückendeckung hat der Franzose mittlerweile von Gegenspieler Lisandro Lopez erhalten. Dieser sagte: Er hatte keine böse Absicht. Wir sind beide auf den Ball gegangen. Ich war nur vor ihm da.
