MüNCHEN - Angriffe von etwa 20 Chaoten haben die Aufstiegsstimmung beim Fußball-Drittligisten Hansa Rostock getrübt. Unmittelbar nach dem 0:0 der Mecklenburger am Ostersonntag bei Bayern München II öffneten die Ordner die Tore zum Spielfeld, damit das Team und die etwa 1000 mitgereisten Gäste-Fans auf dem Rasen gemeinsam feiern konnten. Einige Hansa-Anhänger feuerten jedoch mit Leuchtkörpern auf den Münchner Fanblock und legten sich mit der Polizei an.
Fünf Beamte, die sich mit Schlagstöcken und Pfefferspray wehrten, wurden leicht verletzt. Zehn Personen wurden angezeigt. Hansa-Manager Stefan Beinlich zeigte sich bestürzt: „Das darf es nicht geben, dass gewisse Personen das hier ausnutzen.“
Hansas Rückkehr in die Zweite Liga hatte bereits vor dem Anpfiff festgestanden. Da Rot-Weiß Erfurt bereits am Sonnabend mit 1:0 beim SV Wehen Wiesbaden gesiegt hatte, ist kein Team mehr in der Lage, die Rostocker bei noch drei ausstehenden Partien vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen.
Die sofortige Rückkehr in die Zweite Liga ist bei Hansa mit zwei Namen verbunden: Trainer Peter Vollmann und Beinlich misteten den Kader aus und stellten in kürzester Zeit eine Mannschaft zusammen, die nicht nur schnell zum Erfolg kam, sondern auch Perspektive besitzt.
