MüNCHEN - MÜNCHEN/DPA/SID - Sechs Jahre nach dem Titelgewinn will Fußball-Rekordmeister Bayern München wieder ins Halbfinale der Champions-Liga stürmen – und insgeheim gehen die Träume schon weiter. „Wenn du im Halbfinale wärest, ist wirklich alles möglich“, sagte Manager Uli Hoeneß vor dem Viertelfinal-Rückspiel an diesem Mittwoch in München (20.45 Uhr/Premiere) gegen den AC Mailand.

Der Marsch ins dritte Championsliga-Finale nach 1999 und 2001 muss nach dem 2:2 in Mailand womöglich ohne den am Knie verletzten Nationalspieler Bastian Schweinsteiger gelingen. Er soll aber auf keinen Fall vom italienischen Angstgegner mit Bayern-Schreckgespenst Filippo Inzaghi gestoppt werden. „Es wird ein Spiel auf Messers Schneide“, glaubt Trainer Ottmar Hitzfeld.

Positiv ist, dass die „Leitwölfe“ Oliver Kahn und Mark van Bommel nach ihren Hinspiel-Sperren wieder dabei sind. „Mit van Bommel sind wir stärker präsent auf dem Platz. Er ist ein Anführer wie Kahn“, sagte Hitzfeld. Auch Lucio, Hasan Salihamidzic und Owen Hargreaves sind wieder fit, während nach Mehmet Scholl (Faserriss) auch Abwehrspieler Martin Demichelis (Zerrung) ausfällt.

Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Manuel Mejuto Gonzalez (Spanien) sind die Bayern beim Stand von 0:0 erst einmal weiter. Auf ein Zitterspiel wollen sie sich aber nicht einlassen. „Auf ein Unentschieden zu spielen, ist gegen Italiener zu gefährlich“, warnte Torjäger Roy Makaay.

Der vermeintliche Vorteil, dass bei Milan im Angriff neben dem nicht spielberechtigten Brasilianer Ronaldo auch Alberto Gilardino (Gelb-Sperre) zuschauen muss, könnte sich als trügerisch erweisen. Denn in der Not setzt AC-Coach Carlo Ancelotti auf Inzaghi. Und den 33-Jährigen fürchten die Bayern neben Superstar Kaka immer noch am meisten beim Gegner. „Inzaghi ist genauso unangenehm wie Gilardino“, meinte Makaay. Hitzfeld fürchtet vor allem die Fallsucht Inzaghis im Strafraum und nennt ihn darum „den Schauspieler“.