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NWZonline.de Sport Fußball

USA-Reise lästig oder alternativlos?

15.07.2019

München Trainer Niko Kovac spricht von „erschwerten Bedingungen“ in der Vorbereitung, doch Karl-Heinz Rummenigge will davon nichts wissen. „Es gibt keine Alternative zu diesen Reisen“, sagt der Vorstandschef von Bayern München zum zehntägigen US-Trip des deutschen Rekordmeisters ab Montag, „ich sehe die Vorbereitung in keinster Weise belastet. Ganz im Gegenteil: Unsere Spieler mögen solche Reisen.“

Außerdem müsse sich der FC Bayern als „globale Marke“ in den USA und wie in der Vergangenheit auch schon in Fernost präsentieren. „Das sind Märkte, die jetzt schon wichtig sind und noch wichtiger werden“, betont Rummenigge: „Wachstumsmärkte sind exklusiv in Amerika und Asien, speziell in China. Wir müssen uns da zeigen.“ Die US-Tour sei „top organisiert“, von einer Strapaze könne keine Rede sein.

Auch die von Präsident Uli Hoeneß einst geäußerte Sorge, wonach die Münchner für jeden neuen Fan in Übersee einen zu Hause verlieren könnten, weist Rummenigge zurück. „Der Spagat ist nicht so schwierig“, sagt er. Die Fans hierzulande hätten „totales Verständnis“ für die Aktivitäten, die im Interesse heimischer wie ausländischer Sponsoren lägen. „Unser Spruch ‘In Bayern daheim, in der Welt zu Hause’ hat immer noch Gültigkeit“, so Rummenigge: „Wir gewinnen sogar weltweit Fans dazu.“

Kovac aber ist kein Fan des Trips. Zwölf Stunden Flug nach Los Angeles, neun Stunden Zeitunterschied, wenig Zeit für Training und teilweise brütende Hitze in den Spielorten Carson, Houston und Kansas City – das ist alles andere als optimal. „Es wird sicherlich ‘ne spannende Reise“, sagt Thomas Müller, „wo wir aber sicherlich auch versuchen müssen, ein paar Einheiten einzulegen.“ Kovac strebt eine „optimale Trainingssteuerung“ an. Mit Blick auf die Testspiele gegen den FC Arsenal (18. Juli, 5 Uhr), Real Madrid (21. Juli, 2 Uhr) und den AC Mailand (24. Juli, 3 Uhr/ Sport1) betont er: „Die Ergebnisse sind sekundär.“ Um die 17 Profis um Kapitän Manuel Neuer nicht zu sehr zu belasten, nimmt Kovac acht U-19-Spieler mit. Rekordeinkauf Lucas Hernandez setzt sein Reha-Programm in München fort.

Belastung oder willkommene Abwechslung – die Planungen für die nächste längere Reise im Sommer 2020 laufen bereits. Nach zwei Jahren in den USA wird sie „wohl wieder nach China gehen“, sagt Rummenigge.

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