MüNCHEN - Real Madrid. Selbstverständlich ging es um Real Madrid. Beim Gedanken an das Giganten-Duell mit dem spanischen Rekordmeister im Halbfinale der Champions League huschte den Spielern von Bayern München mehr als nur ein Grinsen übers Gesicht, die Verantwortlichen gerieten ins Schwärmen. Doch dann erinnerte Präsident Uli Hoeneß alle Träumer an eine Fußball-Weisheit des ehemaligen Bundestrainers Sepp Herberger. „Der nächste Gegner“, wusste der, „ist immer der schwerste!“ Oder, in Hoeneß‘ Worten: „Vor Augsburg habe ich jetzt mehr Angst!“

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte nach dem souveränen 2:0 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Olympique Marseille, die Mannschaft möge jetzt „an Sonnabend, an den FC Augsburg denken. Das ist eine Mannschaft, die wir sehr ernst nehmen.“

Und damit es auch der letzte Phantast kapierte, der vielleicht schon das Heim-Endspiel am 19. Mai im Hinterkopf hatte, fügte der gegen Marseille stark spielende Franck Ribéry an: „Wir müssen die Champions League erstmal vergessen. Wir haben vorher noch zwei sehr, sehr wichtige Spiele gegen Augsburg und in Dortmund.“

Die von Rummenigge ausgerufenen „bayerischen Wochen“ – sie beginnen wenig schillernd, aber passend mit dem Derby gegen den Aufsteiger. Vier Tage später kommt es zum Schlager beim Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund. Und vor dem Halbfinal-Hinspiel gegen Real in München (17. April) empfangen die Münchner am 14. April Mainz 05. Die Madrilenen machten derweil am Mittwochabend mit einem 5:2 (Hinspiel 3:0) gegen APOEL Nikosia den Einzug ins Halbfinale perfekt.

Einen Tag nach dem Einzug ins Halbfinale verlängerten die Münchner den Vertrag mit Mario Gomez vorzeitig bis 2016. „Ich habe es immer gesagt: Der FC Bayern ist ein großartiger Verein, hier fühle ich mich wohl, hier sehe ich die besten sportlichen Perspektiven. Deshalb freue ich mich“, sagte der 26-jährige Nationalstürmer. „Ich bin sicher, dass wir in den kommenden Jahren hier viel bewegen werden. Dazu will ich meinen Teil besteuern.“ Gomez‘ bisheriger Vertrag war bis zum 30. Juni 2013 datiert.