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NWZonline.de Sport Fußball

Fast alle feiern ausgelassen

20.05.2019

München /Mönchengladbach Immer wieder flossen Tränen, immer wieder lagen sich gestandene Männer schluchzend in den Armen: Und mittendrin in dem Hollywood-reifen Meister-Rührstück des FC Bayern um die großen, alten Triple-Helden Franck Ribéry und Arjen Robben bewegte sich ein innerlich verletzter Trainer, der aufrecht um seine Zukunft beim deutschen Fußball-Rekordmeister kämpft. „Es ist eine ganz besondere Meisterschaft, weil wir zum ersten Mal an Weihnachten ganz weit weg waren“, verkündete Uli Hoeneß stolz nach dem finalen 5:1 gegen Eintracht Frankfurt und dem glücklichen Ende im Fernduell mit der um zwei Punkte knapp distanzierten Dortmunder Borussia.

Auch den Präsidenten übermannten an diesem Herz-Schmerz-Tag die Gefühle. Hoeneß vergoss Tränen der Rührung, erst recht beim „Wahnsinns-Tor“ seines Lieblings Ribéry. „Da geht ein Teil der Familie, das ist für mich immer was ganz Schlimmes“, sagte der Vereinspatron zu seinem Abschiedsschmerz, weil neben Ribéry (36) auch Robben (35) und Rafinha (33) ihr letztes Spiel als Bayern-Profis in der Münchner Arena erlebt hatten.

„Was wir zusammen gemacht haben, bleibt das ganze Leben“, schluchzte Ribéry. Er erschien – anders als seine schick gekleideten Kollegen – zur Meisterparty auf dem Münchner Nockherberg im roten Bayern-Shirt und Trainingshose. „Uli, gib mir noch ein Jahr mehr“, scherzte der Franzose, als er von Hoeneß’ Rührung erfuhr.

„Für immer ein Bayer“, rief Robben „dankbar und glücklich“ den Fans zu. Vollgepumpt mit Adrenalin war der Niederländer, als er nach Ribéry eingewechselt wurde und prompt Tor Nummer 99 erzielte. „Und nächste Woche setzen wir noch einen drauf“, versprach der Vize-Weltmeister von 2010 mit Blick auf das Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig.

Ein Jahrzehnt „Robbéry“ endet, gekrönt mit Meistertitel Nummer 29 und zwei Joker-Toren von Spielern, die Hoeneß „in die Phalanx der ganz Großen“ um Beckenbauer, Müller, Matthäus oder Kahn einreihte. Ribéry geht als alleiniger Rekordmeister. „Ich bin der Erste, der neunmal diese Bundesliga-Trophäe gewonnen hat“, sagte er mit der Schale in der Hand.

Auch in der Stunde des Titelgewinns und der Glücksgefühle kam von Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic kein Bekenntnis zu einer Zukunft mit dem Trainer Niko Kovac über den Sommer hinaus. „Heute ist der Tag der Freude und nicht der Tag der Diskussionen“, sagte Hoeneß.

Kovac hat geliefert, trotz zwischenzeitlich neun Punkten Rückstand auf den BVB. „Wir haben uns zusammengerauft. Diese Reaktion können nur große Champions zeigen und bringen. Deswegen möchte ich den Jungs herzlich danken“, sagte Kovac in seiner Party-Ansprache.

Beim Vizemeister Borussia Dortmund wich die Enttäuschung über den verpassten Titelgewinn schnell dem Stolz. „Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung und werden wieder angreifen“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem 2:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach, der wegen des Münchner Heimsieges nicht zum Sprung an die Spitze reichte. „Uns hat in gewissen Spielen die Erfahrung und vielleicht auch die Gier gefehlt“, befand Dortmunds Offensivstar Marco Reus bei seinem Rückblick auf die Saison, „in den entscheidenden Momenten waren die Bayern einen Tick besser“.

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