MüNCHEN - Während der SC Freiburg der Ersten Liga ein großes Stück näher gekommen ist, hat sich der MSV Duisburg wohl aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Am 28. Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga verloren die „Zebras“ ihr Heimspiel gegen TuS Koblenz mit 2:3.
Du-Ri Cha versetzte mit dem verdienten Koblenzer Siegtor in der 90. Minute dem MSV und Trainer Peter Neururer einen schweren Schock. „Die Aufstiegshoffnungen können wir begraben. Das war eine desolate Leistung, ein Antrag für den Friedensnobelpreis, und hatte mit der Ersten Liga nichts zu tun“, kritisierte er seine Mannschaft. Eine Vertragsverlängerung beim MSV knüpfte Neururer danach an Bedingungen. „Ja, das ist exakt richtig“, sagte der Trainer auf die Frage, ob er nur bleiben werde, wenn die Vereinsführung ihm für die kommende Saison ein aufstiegsfähiges Team zusammenstelle.
Zuvor hatten Sandro Wagner (16. Minute) und Cedrick Makiadi (63.) Duisburg zweimal in Führung gebracht. Zoltan Stieber (31.) und Manuel Fischer (70.) glichen jeweils aus. Koblenz hat nun sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellen-16. VfL Osnabrück.
Die Freiburger ließen sich nach dem 3:2-Zittersieg gegen Abstiegskandidat FC Ingolstadt noch nicht zum Aufstieg gratulieren: „Aber wenn wir in den restlichen sechs Spielen erfolgreich bleiben, dann können wir uns auf die Erste Liga freuen,“ meinte Torschütze Julian Schuster.
Ivica Banovic (68.) erlöste die Gastgeber, nachdem Daniel Jungwirth (49./Foulelfmeter) und Steffen Wohlfarth (56.) Freiburgs Führung durch Schuster (9.) und Mohamadou Idrissou (15.) ausgeglichen hatten.
Der 1. FC Nürnberg setzte mit dem 2:0 am Sonntag gegen den FC St. Pauli seinen Höhenflug fort und steht nach dem fünften Sieg in Serie auf Platz zwei. Pascal Bieler (39.) und Marek Mintal (64.) trafen für den „Club“, der aber keinen spielerischen Glanz ausstrahlte. Für Nürnbergs Isaac Boakye (56./Rot wegen Tätlichkeit) und St. Paulis Marcel Eger (54./Gelb-Rot) war das Spiel vorzeitig zu Ende. „Das Selbstvertrauen stimmt, und im Moment haben wir auch das Glück, das uns helfen kann“, sagte FCN-Trainer Michael Oenning.
Der 1. FC Kaiserslautern kann an diesem Montag (20.15 Uhr/DSF) mit einem Sieg bei 1860 München seinen Platz in der Reihe der Aufstiegsaspiranten verteidigen.
