MüNCHEN - Der SC Freiburg hat den Sprung nach ganz oben verpasst, dafür kommen rechtzeitig zum Karnevalsstart die Bundesliga- Absteiger Alemannia Aachen und Mainz 05 wieder in Feierlaune. Die Breisgauer kamen am Sonntag im Spitzenspiel der Zweiten Fußball-Bundesliga bei der SpVgg Greuther Fürth über ein 1:1 nicht hinaus und mussten damit ihre Siegesserie beenden. Damit kann Borussia Mönchengladbach an diesem Montag (20.15 Uhr/DSF) bei 1860 München seine Spitzenposition weiter ausbauen.

„Man muss auswärts auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, zog Freiburgs Trainer Robin Dutt nach drei Siegen in Serie trotzdem eine versöhnliche Bilanz. Bei Sturm und Regen taten sich beide Spitzenteams auf dem tiefen Boden lange Zeit schwer. Jonathan Pitroipa brachte die Gäste (50.) in Front, nur 50 Sekunden später machte Stefan Reisinger gegen die unsortierten Freiburger den Ausgleich per Kopf perfekt. „Wir haben wieder Gastgeschenke verteilt“, klagte Dutt.

Trotz einer frühen Führung durch Patrick Milchraum (6.) musste sich Aachen nach drei Spielen ohne Dreier beim 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern zum Sieg zittern. Die Gäste hatten wiederholt beste Torchancen, doch Laurentiu Reghecampf erhöhte per Foulelfmeter (69.), Erik Jendrisek konnte nur noch verkürzen (90.+2). „Das Spiel durften wir nie und nimmer abgeben“, klagte Lauterns neuer Sportchef Klaus Toppmöller nach der mutigen Vorstellung. „Aber so grausam ist Fußball.“

Bereits am Freitag hatte sich Bundesliga-Absteiger Mainz im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Nach zuletzt zwei Unentschieden bezwang das Team von Trainer Jürgen Klopp Aufsteiger VfL Osnabrück allerdings erst am Ende deutlich mit 4:1. Nach drei Spielen ohne Sieg durfte auch Aufsteiger FC St. Pauli wieder jubeln. Die Hanseaten kamen gegen Abstiegsanwärter FC Augsburg zu einem 2:0. Nach Zuspiel von Fabian Boll brachte Ian Paul Joy die Kiez-Kicker per Direktabnahme früh (17.) in Front, Björn Brunnemann (55.) legte nach. Für die Gäste, bei denen Trainer Ralf Loose weiter auf seinen ersten Profi-Sieg wartet, wird die Lage nach der sechsten Partie in Serie ohne Sieg immer bedrohlicher.