Frankfurt - Eintracht Frankfurts Fußballprofi Marco Russ hat wegen einer falschen eidesstattlichen Erklärung einen Strafbefehl in Höhe von 160 000 Euro erhalten – und wird ihn auch akzeptieren. Damit kann der 29-jährige Abwehrspieler einem für Mittwoch angesetzten Prozess vor dem Amtsgericht Limburg aus dem Weg gehen. Auslöser für den Fall war – wie bei Dortmunds Marco Reus – ein Verkehrsdelikt.

„Ich habe einen Fehler gemacht und den bügele ich jetzt aus. Es wird nicht zur Verhandlung kommen. Ich werde die Strafe zahlen“, meinte Russ am Donnerstag. Das Amtsgericht in Limburg bestätigte, dass der Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen wurde. Russ war bei zu schnellem Fahren erwischt worden und hatte dann bei der Verhandlung ein ärztliches Attest vorlegen lassen, wonach er verhandlungsunfähig sei. Just am selben Tag war er aber bei einem Testspiel des Frankfurter Bundesligisten aufgelaufen.

Ausgangspunkt für den Strafbefehl war ein Straßenverkehrsdelikt 2012, als Russ noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag stand: Der Fußballer war bei Limburg deutlich zu schnell unterwegs. Wegen eines hohen Strafbefehls war im Dezember Dortmunds Stürmer Marco Reus in die Schlagzeilen geraten: Der Nationalspieler war jahrelang ohne Führerschein unterwegs und wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 540 000 Euro verurteilt.