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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Neid trifft stets den richtigen Ton

26.02.2011

BARSINGHAUSEN Silvia Neid hat das schnelle Umschalten perfektioniert. Ob im Training der Frauenfußball-Nationalmannschaft manchmal auch herumgealbert werde, will am Donnerstagabend eine Nachwuchsfußballerin von der Bundestrainerin wissen. Die 46-Jährige, die zuvor bei einer Gesprächsrunde des Niedersächsischen Fußball-Verbandes in Barsinghausen detailliert und punktgenau über die Ziele bei der WM in diesem Sommer gesprochen hatte, wechselt schnell die Stimmlage. „Natürlich“, sagt sie und erklärt dem Mädchen im Publikum kindgerecht, dass es auch bei den Großen ab und zu mal sehr lustig zugehe.

Auch bei eben jenen Großen trifft Neid den Ton ziemlich gut. Schließlich hat die in Walldürn (Baden-Württemberg) geborene Trainerin die deutschen Frauen seit ihrer Amtsübernahme im Jahr 2005 zum Gewinn von Welt- (2007) und Europameisterschaft (2009) geführt. Den WM-Titel gilt es in diesem Jahr beim Heimturnier in Deutschland (26. Juni bis 17. Juli) zu verteidigen, wofür die Chancen nach Meinung vieler Experten nicht schlecht stehen.

Im Umgangston mit den Nationalspielerinnen gibt es allerdings ein Kuriosum: „Die Spielerinnen, die nach 1985 geboren sind, siezen mich“, erzählt Neid. „Die älteren Spielerinnen dagegen duzen mich.“ Die eigenartige Unterscheidung kommt laut Neid daher, dass sie mit einigen Auswahlakteurinnen wie Birgit Prinz (33) noch zusammengespielt habe. „Und der kann ich dann ja nicht auf einmal sagen, dass sie mich nun siezen soll“, sagt die Bundestrainerin. Der DFB habe ihr allerdings geraten, sich aus Gründen des Respekts doch bitteschön siezen zu lassen – so kam es zur Einteilung.

Bis zum Turnierbeginn hat Neid die schwierige Aufgabe, Vorfreude und konzentrierte Vorbereitung unter einen Hut zu bringen. „Wir werden bis dahin 47 Tage gemeinsam verbringen“, sagt sie, „da leidet natürlich das Privatleben drunter. Andererseits streuen wir auch immer wieder ein paar freie Tage für die Spielerinnen ein, damit sie sich auch noch mal um andere Dinge kümmern können.“

Dass nach der fröhlich-ausgelassenen Stimmung bei der Männer-WM 2006 nun hohe Erwartungen an eine neuerliche Fußball-WM in Deutschland gestellt werden, weiß Neid natürlich – und versucht, diese abzumildern. „Ich glaube, dass es wieder ein Sommermärchen wird, allerdings in abgespeckter Form“, sagt Neid und schiebt gleich Gründe nach. „Damals haben 32 Teams am Turnier teilgenommen. Dieses Mal sind es 16. Von daher ist ja schon klar, dass nicht so viele Leute dabei sein werden.“

Was sie nach Ablauf ihres Vertrages im Jahr 2013 machen werde, hat sich die ehemalige Nationalspielerin noch nicht überlegt. Ein Wechsel zu den Männern würde sie aber durchaus reizen. „Ich habe 1996 gemeinsam mit Leuten wie Bernd Schuster, Wolfgang Rolff und Wolfgang Wolf meinen Trainerschein gemacht. Warum sollte ich also nicht qualifiziert sein, eine Männermannschaft zu trainieren“, wirft sie in die Runde. Mit ihrer ehemaligen Teamkollegin Sissy Raith (50) hat sie sich bereits über deren Erfahrungen ausgetauscht. Raith hatte 2009 für Aufsehen gesorgt, als sie für einige Monate den bayerischen Männer-Landesligisten TSV Eching betreute. So hoch hatte bis dahin noch keine Trainerin im Männerfußball gearbeitet.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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