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NWZonline.de Sport Fußball

Nervösen Bremern fällt Stein vom Herzen

13.05.2013

Bremen Als am Sonnabend im Bremer Weserstadion der Schlusspfiff ertönte, schaute Werders Kapitän Clemens Fritz sofort zur Trainerbank. Von dort kam das Daumen-Hoch-Zeichen und Fritz ließ sich auf den Rasen fallen. Erschöpft, erleichtert, glücklich. Es war geschafft. Werder bleibt in der ersten Fußball-Bundesliga.

„Die Mannschaft hat alles aus sich heraus geholt“, sagte Manager Thomas Eichin und ergänzte: „Das Thema Abstieg hat sich nun endlich erledigt.“ Aber wie. 1:1 (1:0) hieß es am Ende gegen Eintracht Frankfurt. Zwar waren die Spieler von Trainer Thomas Schaaf sehr engagiert bei der Sache und gingen durch Kevin de Bruyne (22. Minute) verdient in Führung.

Nach dem Ausgleichstreffer durch Srdjan Lakic (51.) begann aber das große Nervenflattern, letztlich blieb das Team auch zum zwölften Mal in Folge ohne Sieg und egalisierte damit den Negativ-Rekord aus der Saison 1995/96. Schon deshalb war keinem Akteur so richtig zum Feiern zumute. „Dazu gibt es keinen großen Anlass“, sagte Aaron Hunt.

Nur der auf niedrigem Niveau noch schwächeren Konkurrenz im Tabellenkeller ist es zu verdanken, dass Werder am kommenden Sonnabend in Nürnberg sorgenfrei antreten darf. Mit den 34 Punkten, die mühsam zusammen gekratzt wurden, war Eintracht Frankfurt vor zwei Jahren als 17. direkt abgestiegen. „Ich bin heilfroh und riesig erleichtert, dass wir drin geblieben sind“, sagte Philipp Bargfrede und Torhüter Sebastian Mielitz meinte: „Wir haben die Saison mit einem blauen Auge beendet.“ Dafür dass es nicht mehr wurde, sprangen sogar die Fans über ihren Schatten und bejubelten lautstark die Tore des FC Bayern gegen Augsburg und sogar die des HSV in Hoffenheim. „Wenn sich heute einer feiern darf, dann die Fans“, sagte Schaaf.

Während bei der Sieglos-Serie von vor 17 Jahren Aad de Mos seinen Platz auf der Trainerbank für Dixie Dörner räumen musste, schenkten die Verantwortlichen Schaaf das Vertrauen. Allerdings wohl eher wegen der großen Verdienste des 52-Jährigen, denn Schaaf hat Werder zu einem Spitzenverein mit internationalem Renommee gemacht.

Nun aber dürfte die Ära Schaaf nach 14 Jahren zu Ende gehen. Beim Spiel in Nürnberg wird er zum 480. und wohl vorerst letzten Male als Werder-Trainer fungieren. Zu mager waren die Ergebnisse der vergangenen drei Spielzeiten (13., 9., 14.). Zuletzt war sogar Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer erstmals öffentlich von Schaaf abgerückt. „Nach der Saison werden wir hier jeden Stein umdrehen. Dann werden wir über Personen sprechen“, hatte der 72-Jährige gesagt.

Eine Lanze für den jetzigen Coach brach Torhüter Mielitz: „Ich habe ihm viel zu verdanken und würde mich freuen, wenn er bleiben würde.“ Und auch der am Saisonende scheidende Torschütze de Bruyne lobte die Arbeit Schaafs ausdrücklich: „Unter ihm habe ich mich stark weiterentwickelt.“

Auch ohne Relegationsspiele scheint die Saison bei Werder Bremen in eine spannende Verlängerung zu gehen.

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