Wolfsburg - Fußball-Weltmeister André Schürrle kehrt in die Bundesliga zurück und spielt künftig für den VfL Wolfsburg. Laut „bild.de“ verlässt der 24-jährige Stürmer den FC Chelsea und erhält bei den Niedersachsen einen Vertrag bis Mitte 2019. Der VfL Wolfsburg wollte dies zunächst nicht kommentieren.

Die Ablösesumme liegt nach Medien-Angaben zwischen 30 und 35 Millionen Euro. Schürrle habe zuvor Blues-Coach José Mourinho mitgeteilt, dass er die West-Londoner verlassen wolle. Der Nationalspieler war zuletzt nicht mehr erste Wahl. Voraussichtlich wird Schürrle beim Rückrunden-Auftakt an diesem Freitag (20.30 Uhr/ARD) gegen Tabellenführer Bayern München aber noch nicht zum Wolfsburger Kader zählen. Schürrle war 2013 von Bayer Leverkusen nach London gewechselt.

Fest steht dadurch, dass Ivica Olic von den Wolfsburgern zum Hamburger SV zurückkehrt. Der 35-Jährige soll schon an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Köln für die Hamburger auflaufen. „Ich bin froh, dass wir eine Lösung gefunden haben. Jetzt freue ich mich auf den HSV“, sagte Olic dem Magazin „Kicker“. Der Angreifer hatte bereits von 2007 bis 2009 für den HSV gespielt. Als Ablösesumme sind 1,5 Millionen Euro im Gespräch, sein Vertrag soll bis Mitte 2016 laufen.

Für die Wolfsburger ist die Partie gegen den Rekordmeister in doppelter Hinsicht das schwierigste Spiel des Jahres, da der Tabellenzweite mit vielen Emotionen an den Tod von Junior Malanda erinnert wird. Angesichts der schrecklichen Ereignisse um Malanda am 10. Januar, als der VfL-Mittelfeldspieler bei einem Autounfall starb, rückte der Sport am Donnerstag in den Hintergrund. Um den psychologischen Druck auf die Profis nicht zu groß werden zu lassen, verzichtet Wolfsburg auf eine Schweigeminute im herkömmlichen Sinne. „Gemeinsam mit den Fans ist man zur Entscheidung gekommen, nicht eine Minute ruhig zu sein. Es soll an den Stil der Trauerfeier in Belgien angeknüpft werden: Es wird eine Minute geklatscht“, sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs und erinnerte an die Gospeleinlagen beim Gottesdienst in Brüssel.

Die Bayern treten ersatzgeschwächt an. Franck Ribéry erlitt im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel, Rafinha eine Außenbandverletzung im Sprunggelenk. Beide fallen zwei Wochen aus.