NEUSS - Böses Erwachen für Österreich, Blamage für Polen: Zum Auftakt der heißen Phase der Vorbereitung auf die Fußball-EM musste Co-Gastgeber Österreich trotz einer 3:0-Führung nach 35 Minuten noch ein 3:4 (3:1) gegen Ex-Europameister Niederlande hinnehmen. Polen, der erste Gruppengegner Deutschlands am 8. Juni, enttäusche auf ganzer Linie beim 0:3 (0:2) gegen die USA.
Österreich, letzter Gegner der deutschen Nationalelf in der Gruppe B am 16. Juni in Wien, wähnte sich nach einem furiosen Auftakt durch Andreas Ivanschitz (6.) und Sebastian Prödl (18. und 35.) bereits auf der Siegerstraße. Doch für die Niederlande drehten Klaas Jan Huntelaar (37. und 86.), Johnny Heitinga (67.) und Jan Vennegor of Hesselink (82.) den Spieß um.
In Krakau wiesen der frühere Leverkusener Bundesligaprofi Landon Donovan (12.), Onyewu (35.) und Eddie Lewis (73.) die Mannschaft von Nationaltrainer Leo Beenhakker in die Schranken.
Deutschlands dritter EM-Gruppengegner Kroatien kam in Schottland nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Niko Kranjcar (10.) hatte die Elf von Trainer Slaven Bilic in Führung geschossen. Doch Kenny Miller glich für die Schotten 20 Minuten später aus.
In Form zeigten sich vor allem Frankreich und Griechenland. Die Equipe Tricolore besiegte dank des verwandelten Elfmeters von Bayern Münchens Mittelfeldstar Franck Ribery (32.) England mit 1:0 (1:0). Bei den Engländern gewährte der neue Teammanager Fabio Capello Superstar David Beckham sein 100. Länderspiel. „Becks“ spielte von Beginn an.
Europameister Griechenland gewann in Düsseldorf die Neuauflage des EM-Finales von 2004 gegen Portugal mit 2:1 (1:0). Die Tore für das Team von Trainer Otto Rehhagel erzielte Spielmacher Georgios Karagounis mit sehenswerten Freistößen (33./60.). Nuno Gomes (75.) gelang der Anschlusstreffer. Im EM-Endspiel vor vier Jahren hatten die Griechen Gastgeber Portugal mit 1:0 bezwungen.
Schwer tat sich die Türkei beim 2:2 (1:1) in Weißrussland. Bei minus elf Grad Celsius in Minsk konnten Tuncay (38.) und Tümer (71.) die zweimalige Führung der Gastgeber durch Witali Kutsow (35.) und Wjatscheslaw Hleb (64.) ausgleichen.
In London stieg anlässlich des 50. Jahrestags die Neuauflage des WM-Endspiels von 1958 zwischen Brasilien und Schweden. Debütant Pato (72.) traf zum knappen Erfolg der Brasilianer, die 1958 in Stockholm durch das 5:2 gegen Schweden den ersten von nunmehr fünf WM-Titeln gewannen.
