Bremen - Stürmer Nils Petersen lässt die Misere des kriselnden Fußball-Bundesligisten Werder Bremen keineswegs kalt. „Kein Fan ist momentan mehr enttäuscht als die Mannschaft selbst. Viele behaupten, uns gehe das nicht nahe. Die Identifikation fehle. Ich nenne das absoluter Schmarrn! Wir stehen mit unserem Namen für diese Krise“, schrieb der 24-Jährige in der Internetkommunikationsplattform Facebook. Zuvor hatte eine Nutzerin des sozialen Netzwerks Petersens Leistungen und die Auftritte von Werder Bremen in den vergangenen Spielen harsch kritisiert. „Wir sind Menschen und keine Maschinen. Würde uns die momentane Situation kalt lassen, würden wir doch nicht so verunsichert sein“, schrieb Petersen, der Werders interne Torschützenliste mit elf Treffern anführt.

Das seit sieben Spielen sieglose Team von Trainer Thomas Schaaf liegt sechs Spieltage vor Saisonende als Tabellen-14. mit 31 Punkten sieben Zähler vor dem Relegationsrang. An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) tritt Bremen zum richtungweisenden Duell beim Tabellen-15. Fortuna Düsseldorf (29) an. „Wir sind die Hauptverantwortlichen. Wir werden ans Kreuz genagelt. Wir werden ausgepfiffen“, schrieb Petersen, der noch bis zum Saisonende vom neuen deutschen Meister Bayern München an die Bremer ausgeliehen ist, angesichts der prekären Lage.

Immerhin darf Werder für das Spiel in Düsseldorf auf die Rückkehr der verletzten Theodor Gebre Selassie und Zlatko Junuzovic hoffen. Abwehrspieler Gebre Selassie will nach seiner Innenbanddehnung im Knie am Mittwoch oder Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining des Fußball-Bundesligisten einsteigen. „Es sieht gut aus“, sagte der Tscheche am Dienstag. Junuzovic, der im letzten Länderspiel mit Österreich eine lange Risswunde über dem Knie erlitten hatte und mit mehreren Stichen genäht werden musste, absolvierte am Dienstagmorgen erstmals wieder mit den Teamkollegen eine Übungseinheit.