NüRNBERG - Auf ins 182. bayerisch-fränkische Fußball-Derby: Mit einem Sieg im ewigen Duell beim 1. FC Nürnberg will Bayern München seinen nach den Fan-Anfeindungen schockierten Präsidenten Uli Hoeneß erfreuen und mit allen Mitteln den Qualifikationsplatz für die Champions League festigen. Das Ergebnis ist wichtiger als die Art und Weise, sagte Co-Kapitän Bastian Schweinsteiger am Freitag.
Für den Erfolg am Sonnabend (15.30 Uhr) setzt der Münchner auf anpeitschende und unterstützende Anhänger und will Plakat-Aktionen wie gegen Mönchengladbach nie wieder erleben. Ich hoffe, dass von den Fans nicht Politik betrieben wird, sondern dass sie uns positiv anfeuern werden, sagte Schweinsteiger.
Für die Gastgeber geht es ebenfalls um das internationale Geschäft: Die Nürnberger möchten ihre Chance auf die Europa League wahren. Man werde das Ziel Europapokal nicht groß hinausposaunen, sagte Trainer Dieter Hecking, aber wenn man nach 28 Spieltagen nur drei Punkte Rückstand auf Platz fünf hat, ist man Sportler und hat natürlich Ehrgeiz.
32 der 53 Bundesligabegegnungen gewann der Rekordchampion gegen den fränkischen Altmeister für den gebürtigen Bayern Philipp Lahm hat das Aufeinandertreffen nichts von seiner Brisanz verloren. Bayern und Nürnberg sind immer spezielle Duelle, sagte Münchens Kapitän. In der Hinrunde gewann Bayern klar mit 3:0, diesmal wäre Schweinsteiger auch ein schmutziger Sieg recht.
