NüRNBERG - Der desolate Hamburger SV hat kein Kapital aus den Niederlagen der Konkurrenten im Abstiegskampf geschlagen und muss nach einer indiskutablen Abwehrleistung mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Der noch nie abgestiegene Bundesliga-Dino unterlag 0:4 (0:2) bei 1899 Hoffenheim. Damit haben die Hanseaten nach wie vor nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Jannik Vestergaard (17.), Sejad Salihovic per Foulelfmeter (25.), Fabian Johnson (51.) und Sven Schipplock (59.) trafen gegen den HSV, der noch nie bei den Hoffenheimern gewinnen konnte. Dagegen feierten die Kraichgauer den ersten Heimsieg nach neun vergeblichen Anläufen. Auch Coach Markus Babbel weiß endlich, wie sich ein Erfolg im heimischen Stadion anfühlt.

Die Gastgeber nutzten ihre erste Chance zur Führung. Der abgefälschte Schuss Vestergaards im Anschluss an eine Ecke bedeutete das zweite Saisontor für den Dänen. Die Hamburger, deren Coach Thorsten Fink zwischen 1997 und 2000 gemeinsam mit Babbel bei Bayern München spielte, hatten das 0:1 noch nicht richtig verdaut, als sie bereits mit zwei Treffern im Rückstand lagen.