NüRNBERG - Wenige Minuten nach dem Spiel hielt sich kein Hamburger mehr mit dem Remis beim 1. FC Nürnberg auf. Der Blick ging unmittelbar auf das letzte Heimspiel der Saison, die Gedanken waren beim schwer verletzten Gojko Kacar. Der Serbe erlitt beim 1:1 (0:0) nach HSV-Angaben einen Knöchelbruch sowie einen Innen- und Syndesmosebandriss.
Das macht uns traurig, sagte Sportchef Frank Arnesen zum Saison-Aus von Kacar. Er wird auf jeden Fall für die nächsten Wochen ausfallen, meinte Coach Thorsten Fink. Wegen der schweren Verletzungen bin ich mit dem Unentschieden zufrieden, doch das trübt die Laune natürlich erheblich.
Bei den Hamburgern ist die Party für den Verbleib in der Fußball-Bundesliga für den kommenden Sonnabend gegen Mainz 05 angesetzt. Wir wollen jetzt zu Hause mit den Fans den Klassenerhalt feiern, hoffentlich sind wir nächste Woche durch, sagte Kapitän Heiko Westermann.
Bei fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang kann das Liga-Gründungsmitglied den Nichtabstieg mit einem Sieg gegen Mainz endgültig perfekt machen. Dann soll der am Sonnabend ebenfalls verletzte Schlussmann Jaroslav Drobny wieder im Tor stehen. Bestenfalls ist es bei ihm nur eine schwere Hüftprellung, sagte Fink. Sein Vertreter gegen die Franken war Sven Neuhaus, der zweieinhalb Wochen nach seinem 34. Geburtstag sein Debüt im Oberhaus gab.
Nürnberg beseitigte mit dem Remis die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenverbleib. Es war heute nicht das Gelbe vom Ei, sagte Club-Schlussmann Raphael Schäfer, aber mit dem Punkt können wir leben. Daniel Didavi (64. Minute) rettete den Franken nach dem Rückstand durch Son Heung-Min (59.) einen Zähler in einer Partie, die FCN-Coach Dieter Hecking schnell abhaken wollte. Sein Statement bei der Pressekonferenz war wohl eines der kürzesten der Liga-Geschichte: Kurz und knapp. Es war heute kein schönes Spiel und ein gerechtes Unentschieden. Schönes Wochenende.
