NüRNBERG - Der 1. FC Nürnberg steckt nach einem Spiel der verpassten Chancen weiter im Abstiegssumpf fest, beim deutschen Meister VfL Wolfsburg träumt man dagegen wieder vom Europacup. „Was zuletzt behauptet worden war, ist Unsinn. Bei uns gibt es keine Krise und keinen Streit. Der sechste Platz ist unser Ziel“, sagte Edin Dzeko, der mit seinem 19. Saisontreffer (66. Minute) den glücklichen 2:0 (0:0)-Sieg des deutschen Meisters eingeleitet hatte. Grafite besiegelte mit seinem 10. Saisontor (78.) die Niederlage der ansonsten überlegenen Franken.

Nürnberg muss vier Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Bundesliga weiter um den Klassenerhalt zittern. Ein Punkt trennt den „Club“ vom Relegationsplatz 16, drei sind es zum SC Freiburg auf Rang 17. Am Sonnabend reisen die Nürnberger zum direkten Abstiegs-Duell der beiden Aufsteiger.

„Wolfsburg hat uns gezeigt, wie clever man spielen muss, um zu gewinnen. Eigentlich war das Führungstor für uns nur eine Frage der Zeit. Aber wenn man die Tore nicht macht, dann wird man halt bestraft“, sagte ein enttäuschter Nürnberger Trainer Dieter Hecking.

Drei Tage nach dem Ausscheiden in der Europa League gegen den FC Fulham (0:1) hielten die Wolfsburger zumindest im Kampf um den erneuten Einzug in den Europapokal Schritt. Von Rang sechs, der diesmal zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison reichen könnte, sind die Wölfe nach dem Sieg des Hamburger SV beim VfL Bochum (2:1) zwei Zähler entfernt.

„Wir sind eine geile Mannschaft“, sagte VfL-Coach Lorenz-Günther Köstner, der den Sieg seiner Mannschaft als „nicht unverdient“ bezeichnete. Er lobte zudem die Moral seiner Truppe: „Wenn man einem Ausscheiden so zurückkommt, dann sagt das eine ganze Menge.“