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NWZonline.de Fussball

Anfänge: Die Geburtsstunde des BV Cloppenburg

23.03.2019

Cloppenburg Es war der 23. März 1919 als sich 15 Männer im Lokal von Otto Mietze um 14.30 Uhr versammelten, um in Cloppenburg einen Fußballverein zu gründen. Einen Tag zuvor hatte in der Tageszeitung folgende Anzeige gestanden:

„Alle Freunde des Fußballspiels werden gebeten, am Samstag, dem 23. dieses Monats, nachmittags 2.30 Uhr im Lokale des Herrn Otto Mietze sich einzufinden zwecks wichtiger Besprechung. Ein Fußballfreund“

Das Treffen erregte Aufsehen: Mehrmals schauten Jugendliche zur Tür herein oder drückten sich an der Fensterscheibe die Nasen platt. Schließlich wollten sie wissen, was die Männer ausbrüteten. Nach hitzigen Diskussionen und intensiven Beratungen hoben die Männer den Ballspielverein Cloppenburg aus der Taufe. Den Posten des Vorsitzenden übernahm August Imsiecke. Als Kassenwart stand ihm Josef Hawickhorst mit Rat und Tat zur Seite. Zu den Gründern zählten auch Josef Lützenrath und Josef Baro sowie Theo Meyer. August Imsiecke hatte alle Hände voll zu tun, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Bälle und Schuhe mussten in Eigenregie besorgt werden.

Die ersten Gegner kamen zunächst aus der näheren Umgebung. Die Cloppenburger trugen ihre Heimspiele auf dem Marktplatz an der Eschstraße aus. Ihr einziges Problem: Eine anderthalb Meter dicke Linde stand im Spielfeld – drei Meter von der Außenlinie entfernt. Doch die Fußball-Pioniere jammerten nicht: Der Baum wurde einfach gekonnt umkurvt. Schnell erfreute sich der BVC in der Stadt größter Beliebtheit. Im Jahr 1927 stellte der Club vier Herrenmannschaften. Zwei Jahre später besiegte der BVC die Reisemannschaft des Hamburger SV mit sage und schreibe 10:0.

Im Jahre 1932 zog das Spiel des BVC gegen BW Lohne die Massen an. Die Lohner waren damals Mitteldeutscher Landesmeister der Deutschen Jugendkraft. Über 2000 Zuschauer sahen einen 3:1-Erfolg des BVC. Einer der treibenden Kräfte in jenen Jahren beim BV Cloppenburg war Berthold Imsiecke, der den Posten des ersten Vorsitzenden übernommen hatte. Insgesamt war er 18 Jahre Vorsitzender. Ob während der Kriegsjahre oder danach.

Imsiecke war fast pausenlos für das Wohl des Vereins im Einsatz. Er war ein Glücksfall für den Club, genau wie Theo Eder. Männer, für die der BVC weitaus mehr war, als nur ein Fußballverein.

In den Jahren der Nachkriegszeit erlebte der BVC eine Hochphase. In Freundschaftsspielen gegen den FC Schalke 04 (2:2) und Westfalia Herne (2:1) platzte die Cloppenburger Sportanlage aus allen Nähten. Gegen Schalke kamen über 10000 Zuschauer. Gegen Herne waren es 7000 Zuschauer.

In jener Zeit machte sich der BVC mit starken Leistungen in Freundschaftsspielen gegen den VfL Osnabrück (3:5) und Werder Bremen (3:4) auch überregional einen Namen. Die BVCer fuhren gegen Kickers Offenbach (2:1) und den späteren Deutschen Meister VfR Mannheim (3:2) sogar Siege ein.

Die Jugendarbeit des Vereins trug ebenfalls Früchte. In der Saison 1946/1947 gewannen die A-Junioren die Bezirksmeisterschaft. Im Anschluss kämpften die Cloppenburger Talente um Torhüter Hans Hochartz im Bremer Weserstadion gegen den TuS Bremerhaven 1893 um die Norddeutsche Meisterschaft. Diese Partie verlor der BVC allerdings. Damaliger Betreuer der Cloppenburger Talente war Arthur Gruber (ehemals Stettiner Sportclub), der auch die erste Mannschaft coachte.

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