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NWZonline.de Sport Fußball

Dieser Einstand verläuft ungewöhnlich

30.01.2019

Oldenburg /Emmen Der Sprung in die erste Liga ist für die meisten Fußballer eine riesige Herausforderung. Auf die messbare Distanz bezogen musste Nico Neidhart bei diesem Sprung lediglich 88 Kilometer überwinden. In der Winterpause wechselte der 24-Jährige vom Drittligisten Sportfreunde Lotte aus dem nördlichen Nordrhein-Westfalen zum relativ nah gelegenen FC Emmen – und der spielt in der ersten niederländischen Liga.

Das ist der Club

Der FC Emmen ist 2018 erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die höchste niederländische Liga, die Ehrendivision, aufgestiegen. Saisonziel ist laut Neidhart der Klassenerhalt. Nach 19 Spieltagen liegt das Team als Tabellen-14. vor den Abstiegsrängen. Das Stadion des Aufsteigers fasst lediglich 8300 Zuschauer und war bisher fast immer ausverkauft. Einer der bekanntesten Spieler im Team ist Stürmer Nicklas Pedersen, der 2012 im dänischen EM-Kader stand.

Spielplan und Infos zu Tickets (niederländische Website): www.fcemmen.nl

„Schon im Sommer vergangenen Jahres hatte Emmen Interesse gezeigt“, erzählt Linksverteidiger Neidhart, der in Cloppenburg aufwuchs und in der Jugend für den BV Cloppenburg, Hansa Friesoythe und den VfB Oldenburg spielte: „Damals wollte Lotte mich aber nicht gehen lassen. In der Winterpause hat es aber geklappt.“

Seit dem Rückrundenauftakt Mitte Januar bestritt das Team aus der 50 000-Einwohner-Stadt zwei Punktspiele. Neidhart kam zweimal zum Einsatz. Und diese beiden Einsätze wird er nie vergessen. Gegen Meister und Tabellenführer PSV Eindhoven wurde Neidhart beim Stand von 1:2 in der 87. Minute eingewechselt. Das von Mark van Bommel trainierte Eindhovener Team, in dem der niederländische Nationalspieler und frühere Mönchengladbacher Luuk de Jong stürmt, steuerte auf einen Sieg in Emmen zu. In der Nachspielzeit gelang Neidharts Team aber durch den Dänen Nicklas Pedersen noch der 2:2-Ausgleich.

Eine Woche später stand es im Auswärtsspiel bei VVV Venlo 2:2, als Neidhart wiederum in der 87. Minute eingewechselt wurde. Und wiederum traf sein Team in der Nachspielzeit, dieses Mal durch Michael Chacon. Heraus sprang Emmens sechster Saisonsieg.

„Das war schon kurios, dass ich zweimal spät eingewechselt werde und wir zweimal noch ein wichtiges Tor erzielen“, sagt Neidhart. Die späten Einwechslungen soll es aus seiner Sicht aber bald nicht mehr geben. „Natürlich ist es mein Ziel, von Anfang an zu spielen. Ich bin nicht hergekommen, um immer nur eingewechselt zu werden.“

Sein Vertrag läuft bis Mitte 2020. Dass er nach Emmen wechseln würde, besprach Neidhart auch mit seinem Vater Christian Neidhart (50). Der ist Trainer vom Lotter Ligarivalen SV Meppen und war als Spieler ebenfalls beim BV Cloppenburg und beim VfB Oldenburg aktiv.

Seine neue Spielklasse, die Ehrendivision, findet Nico Neidhart hochinteressant. „Es ist schon toll, dass ich jetzt mit Emmen auf so Teams wie Eindhoven, Ajax Amsterdam oder Feyenoord Rotterdam treffe“, erzählt er: „Auf der anderen Seite muss man als Profi aber auch ausblenden, wie der Gegner heißt. Man muss gegen jeden Gegner mit der gleichen Einstellung aufs Feld gehen.“ Und bewahrheitet sich denn, dass in den Niederlanden angeblich viel mehr Wert auf spielerische Elemente gelegt wird als in Deutschland? „Oh ja“, lacht Neidhart: „Manchmal denke ich im Training: ,Nun schieß doch endlich mal‘, wenn ein Spieler schon dicht vor dem Tor steht und dann doch wieder passt.“

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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