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Fußball: Beim VfB brodelt es zwischen den Gremien

16.12.2017

Oldenburg Ruhe auf dem Platz, Unruhe hinter den Kulissen: Während die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg wie schon seit eineinhalb Monaten auch am letzten Spieltermin vor der Winterpause zum Zuschauen verdammt sind und sich ganz entspannt anschauen können, was Kapitän Thorsten Tönnies an diesem Samstag (Beginn: 23 Uhr) beim Torwandschießen im ZDF-Sportstudio reißt, brodelt im Umfeld die Gerüchteküche.

Nach den Abgängen von Trainer Dietmar Hirsch, Sportdirektor Ralf Voigt und Geschäftsführer Philipp Herrnberger wird nun über einen Wechsel an der Spitze spekuliert. „Mit mir hat bisher noch niemand gesprochen. Ich bin noch bis Sommer 2018 im Amt und werde im Januar entscheiden, ob ich noch einmal kandidieren werde oder nicht“, erklärt Vorstandsvorsitzender Wilfried Barysch.

Als möglicher Nachfolger wird der Ganderkeseer Kommunikationsexperte Frank Lenk gehandelt, dessen Name schon vor einiger Zeit über verschiedene Kanäle ins Spiel gebracht wurde. Der für die Besetzung zuständige Aufsichtsrat soll den geschäftsführenden Gesellschafter einer Bremer Kommunikationsagentur bereits angesprochen haben, um ihn für ein Engagement zu gewinnen.

Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates möchte Berster die Wellenbewegungen des Vereins zwischen positiven und negativen Phasen auf Dauer glätten. „Wir sind dabei nicht nur für die erste Mannschaft da, sondern für alle Abteilungen“, sagt der Ehrenpräsident: „Und hier möchte ich einmal besonders die Fusion des Jugendbereichs U 15 bis U 19 von VfL und VfB Oldenburg hervorheben, die im JFV Nordwest eine hervorragende Arbeit leistet.“

„Man ist an mich herangetreten – und ich wäre schon bereit, mich für den Verein zu engagieren“, sagt der PR-Stratege auf NWZ-Anfrage und hält sich ansonsten bedeckt: „Mehr möchte ich dazu im Moment auch nicht sagen.“

Wer die Strippen zieht, ist unklar. Klar ist dagegen, dass sich der kürzlich umformierte Aufsichtsrat am 20. Dezember zu seiner konstituierenden Sitzung trifft. Klaus Berster, Gerald Hoppmann und Andreas Niehaus wurden Ende November bei der Delegiertenversammlung neu ins nun siebenköpfige Gremium um Sprecher Dr. Dirk Habe gewählt.

„Ich wurde von vielen – auch aus dem Umfeld des VfB heraus – ermutigt, mich noch einmal für den Verein zu engagieren und meine Erfahrung einzubringen“, sagt Ehrenpräsident Berster. Der 81-Jährige, für den es bereits die dritte Amtszeit im Aufsichtsrat ist, hatte zwölf Jahre lang (1987 bis 1993, 1999 bis 2005) die Geschicke des Vereins als Präsident geleitet.

Für den Torsholter ist es wichtig, dass sich der Aufsichtsrat „nicht in das operative Geschäft einmischt“, aber dass wichtige Entscheidungen des Vorstands abgestimmt werden. „Der Aufsichtsrat muss auf jeden Fall bei Entlassungen oder Einstellungen ein Informationsrecht erhalten“, sagt Berster.

Auch Hoppmann lässt durchklingen, dass es zwischen den Gremien wohl brodelt. „Nachdem die Lust am Engagement beim VfB in den vergangenen Jahren etwas verloren gegangen war, möchte ich jetzt wieder mithelfen, Ruhe in den Verein zu bringen“, sagt der Bauunternehmer und Sponsor, für den es ebenfalls eine Rückkehr in das Gremium ist, und ergänzt: „Und die Aufgabe eines Aufsichtsrates, nämlich Aufsicht zu führen, wahrnehmen.“

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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