OLDENBURG - Der Abstieg aus der Bundesliga ist so gut wie besiegelt. Beim 0:4 (0:0) gegen den Halleschen FC vergaben die U-19-Fußballer des VfL Oldenburg am Sonntag ihre letzte theoretische Chance auf den Klassenerhalt. Zwar könnte der Aufsteiger nach Punkten noch mit den elftplatzierten Hallensern gleichziehen, aber die um 35 Treffer bessere Tordifferenz spräche im Fall des Falles wohl für die Ostdeutschen.

Der Ligaverbleib ist jedoch schon seit Monaten nicht mehr realistisch. Warum, das zeigten die Gastgeber auch gegen Halle. Sie beherrschten die erste Halbzeit, erspielten sich ein paar Großchancen, nutzten aber keine. „Wir hätten einfach mal treffen müssen“, beklagte Trainer Sebastian Schütte die mangelhafte Chancenverwertung seiner Mannschaft während der überlegen geführten ersten Halbzeit.

Kurz vor der Pause erwies zudem noch Milad Faqiryar seiner Elf einen Bärendienst. Nach einem Zweikampf verpasste er seinem Gegenspieler eine Backpfeife und sah völlig zurecht die Rote Karte. „Eine absolut unnötige Aktion, die unsere Niederlage eingeleitet hat“, monierte Schütte und tadelte Faqiryar. „Doch auch der Gästespieler hätte wegen seiner Aktion zuvor bestraft werden müssen.“

Die Schlüsselszene der Partie zeigte nach der Pause Wirkung. Zunächst köpfte Kevin Kalinowski eine Flanke ins eigene Tor. „Wie Naldo nur mit dem Kopf“, spielte Schütte auf das Missgeschick des Werder-Verteidigers gegen die Bayern an.

Danach bäumte sich der VfL zwar noch einmal auf, ohne aber seine Abschlussschwäche abzulegen. Ein Doppelschlag von Kevin Zschimmer (76., 77.) besiegelte dann die Niederlage, die durch das 4:0 von Frederic Schütze noch ziemlich deftig ausfiel. „Auch wenn es komisch klingt, wir haben lange Zeit ein gutes Spiel gemacht“, bilanzierte Schütte. „Aber in Unterzahl einen Rückstand aufzuholen, ist dann enorm schwierig.“

VfL Oldenburg: Zohrabian - F. Janßen (63. Wichmann), Thoben, Kersting, Faqiryar, Grahle, Kalinowski, Goosmann (73. Odabasi), Naber (79. Vortmann), Müller-Rautenberg, Visser (47. Kajic).