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NWZonline.de Sport Fußball

Energiebündel an der Seitenlinie

21.09.2018

Oldenburg Es ist schon ein paar Jahre her, da stand Marco Elia zum Ende seiner aktiven Laufbahn noch im Tor des SV Ofenerdiek. Mit Stefan Frye und Alexander Eckel bildete er 2012/13 beim Fußball-Kreisligisten eine Achse von ehemaligen Spielern des VfB Oldenburg – und Elia war damals berühmt-berüchtigt für sein lautstarkes Temperament. Als Frye einmal der Ball unter dem Fuß durchflutschte, wurde der Libero vom Keeper so zusammengestaucht, dass viele dachten: Die werden sicher nie mehr Freunde.

Wer Elias Werdegang genauer beobachtet hat, weiß aber genau, dass der heute 42-Jährige, der vor einer Woche beim VfB als Interimstrainer den Posten des freigestellten Stephan Ehlers übernommen hat, auf oder jetzt neben dem Platz gern lautstark seine Meinung kundtut, der Puls nach dem Abpfiff aber schnell wieder gesunde Werte erreicht.

Während des Spiels schreit Elia seine Anweisungen quer über das Feld, nimmt die Spieler bei Auswechslungen herzhaft in den Arm und rudert mit den Armen. In den Trainingseinheiten wird auch lautstark agiert, aber ebenfalls ruhig analysiert und korrigiert. „Wir wollen als Team noch härter arbeiten – dann kommen die Erfolge“, sagt der neue VfB-Coach, der immer noch nicht genau weiß, wie lange oder ob er auf Dauer den Job an der Seitenlinie des Regionalligisten übernehmen soll bzw. will. Klar ist nur, dass er die Mannschaft nach dem 0:0 im ersten Spiel am vergangenen Sonntag gegen Holstein Kiel II mit Cumhur Demir auch ins Kräftemessen an diesem Samstag beim VfL Wolfsburg II führen wird.

Das Duell mit dem Spitzenreiter beginnt bereits um 12 Uhr, so dass sich der Oldenburger Tross wohl schon frühmorgens gegen sechs Uhr auf den Weg machen muss. „Ich hoffe, das steckt den Jungs nicht in den Knochen“, sagt der Cheftrainer, der sein Team gegen den Aufsteiger aus Kiel in einer 4-3-3-Grundordnung angeordnet hatte, die sich aber immer wieder in ein 4-1-4-1 oder sogar 4-1-2-2-1 transformierte.

„Das System muss immer flexibel sein. Die Spieler müssen sich immer wieder auf neue Situationen einstellen“, sagt Elia. Dass der A-Lizenz-Inhaber, der zu Beginn seiner Laufbahn an der Seitenlinie beim VfL Wildeshausen als Co-Trainer mit Marcel Bragula ein äußerst schallstarkes Duo bildete, die passenden Anweisungen gern von der Seitenlinie mit hoher Dezibelzahl vorgibt, hat sicher jeder Zuschauer am vergangenen Sonntag mitbekommen.

So wie Frye damals in Ofenerdiek. Trotz aller Standpauken blieb übrigens nichts haften. Ganz im Gegenteil: Als Elias Trainerkarriere in der Bezirksliga 2016/17 bei GVO Oldenburg Fahrt aufnahm, holte er Frye als spielenden Co-Trainer ins Team und vertraute auch 2017/18 beim VfB II auf die Stärken des jetzt 37-jährigen Abwehrrecken.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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