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NWZonline.de Sport Fußball

Warum ein Extremfall die Regionalligisten zittern lässt

04.12.2018

Oldenburg Früher galt für Fußballer, die um den Klassenerhalt kämpfen, die magische 40-Punkte-Marke. In diesem Jahr könnten in der Regionalliga Nord ein paar Zähler mehr nötig sein. Da der SV Meppen und Eintracht Braunschweig in der 3. Liga dem Abstieg entgegentrudeln, könnte es im Frühjahr den Extremfall mit fünf direkten Absteigern geben (siehe Info-Box). Da zudem eine Mannschaft in die Relegation gegen den Vizemeister aus der Oberliga Niedersachsen muss, wäre in dem Fall für den sicheren Ligaverbleib Platz zwölf nötig.

„In dieser Saison müssen richtig viele Mannschaften zittern“, sagt Jürgen Stebani, Spielausschussvorsitzender des Norddeutschen Fußball-Verbandes. Ganz sicher darf sich derzeit nur der VfL Wolfsburg II (50 Punkte, 1. Rang) fühlen. Immerhin erreichten die Tabellenzwölften der vergangenen Spielzeiten 42 (2015/2016), 43 (2016/2017) und 44 Punkte (2017/2018).

Aktuell stände der SSV Jeddeloh (27 Zähler, 11. Platz) gerade so über dem Strich. Auch der zuletzt aufstrebende VfB Oldenburg (31, 7.) wäre noch lange nicht sicher. Stadtrivale VfL (13, 18.) könnte das Unternehmen Klassenerhalt eigentlich schon abhaken.

„Wenn man Wolfsburg außen vor lässt, kann in der Liga jeder jeden schlagen. In der Tabelle nur nach oben zu gucken, wäre fahrlässig“, sagt Marco Elia, der den VfB Mitte September übernommen und ihn mit 23 Punkten aus 13 Spielen vom drittletzten Platz in scheinbar sichere Fahrwasser geführt hat. Auch Sportleiter Andreas Boll ist sich der Lage bewusst. „Wir müssen immer wachsam bleiben“, warnt er mit Blick auf die nur fünf Punkte Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz.

Für den VfL wäre die Situation noch prekärer, als sie es ohnehin ist, wenn es wirklich zum Extremfall kommen sollte. Der Aufsteiger müsste schon 13 Punkte aufholen, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Bei nur noch 13 ausstehenden Spielen wäre das ein äußerst schwieriges Unterfangen.

Dass die Spielzeit diesmal schon vor der Winterpause zu rund zwei Dritteln gelaufen ist, erregt VfL-Präsident Rainer Bartels viel mehr als der mögliche Extremfall bei der Abstiegsregelung. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit zahlreichen Ausfällen im Winter hatten sich die Verbandsfunktionäre dazu entschlossen, mittels englischer Wochen schon früh möglichst viele Spiele „durchzupeitschen“, wie Bartels es nennt. „Als reiner Amateurclub, der das überhaupt nicht gewohnt ist“, sei der VfL da gegenüber den vielen Profis in der Regionalliga „stark benachteiligt“.

Dass nach dem Jahresfinale am kommenden Wochenende ab Ende Februar nur noch zwölf Spieltage anstehen, nehme dem VfL auch die Chance, „sich in der Winterpause neu zu erfinden und noch einmal anzugreifen“, klagt Bartels. „Die Verbände werfen kleinen Clubs Knüppel zwischen die Beine“, meint er: „Das ist für mich keine Fußball-Saison mehr.“

So kommt es zu den unterschiedlichen Abstiegsszenarien in der Regionalliga Nord

Im Regelfall (diesen kennzeichnen wir in der NWZ-Tabelle, bis andere Fakten feststehen) gibt es in der Regionalliga Nord drei Absteiger. Dieser tritt zum Beispiel ein, wenn der Meister wie zuletzt nicht den Aufstieg schafft und keine Clubs aus der 3. Liga herunterkommen. Die drei Absteiger werden dann durch den Meister der Oberliga Niedersachsen sowie zwei Teams aus einer Aufstiegsrunde mit jeweils einem Vertreter aus Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ersetzt. Dazu trifft Niedersachsens Vizemeister in der Relegation auf den Tabellen-15. der Regionalliga.

Der günstigste Fall mit nur zwei direkten Absteigern plus einem Team in der Relegation tritt ein, wenn der Meister in die 3. Liga aufsteigt und keine Nordclubs von dort herunterkommen.

Der Extremfall mit fünf direkten Absteigern plus einem Team in der Abstiegsrelegation tritt ein, wenn der Meister nicht in die 3. Liga aufsteigt und dort am Ende wie aktuell der SV Meppen und Eintracht Braunschweig auf einem Abstiegsplatz stehen. Natürlich sind auch vier direkte Absteiger möglich. Theoretisch könnte es sogar sechs Mannschaften direkt treffen. Dies wäre der Fall, wenn der VfL Osnabrück ebenfalls in die Regionalliga absteigen würde. Dieser klopft aber derzeit als Spitzenreiter der 3. Liga sogar an das Tor zur 2. Bundesliga.

Jan-Karsten zur Brügge
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2034
Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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