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NWZonline.de Sport Fußball

Von zwei Rotsündern darf einer im Pokal spielen

15.08.2018

Oldenburg Wegen unterschiedlicher Verfahrensweisen der Sportgerichte geht Fußball-Regionalligist VfL Oldenburg an diesem Mittwoch (19 Uhr, Hans-Prull-Stadion Alexanderstraße) mit einem Nachteil in das Niedersachsenpokal-Duell gegen den Drittligisten VfL Osnabrück. Denn der Oldenburger Efkan Erdogan wurde nach seinem Platzverweis im Regionalliga-Spiel gegen Eintracht Norderstedt (5. August) vom Sportgericht des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NordFV) inzwischen mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen belegt. Der NordFV organisiert den Spielbetrieb in der Regionalliga Nord. Die Sperre gilt, so das Urteil, bis zum Ablauf auch „für alle anderen Pflichtspiele“. Nachdem Erdogan am vergangenen Sonntag bei der 0:2-Niederlage im Punktspiel beim HSV II zugeschaut hatte, muss er also auch an diesem Mittwoch im Pokal draußen bleiben.

Der Osnabrücker Felix Schiller hatte am vergangenen Mittwoch im Drittliga-Spiel gegen 1860 München ebenfalls die Rote Karte gesehen und war vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (der Spielbetrieb in der 3. Liga untersteht dem DFB) für zwei Spiele gesperrt worden. Diese Sperre gilt allerdings nur für Punktspiele. Die Hälfte davon ist bereits verbüßt, da Schiller am vergangenen Samstag beim 0:0 in Großaspach aussetzte. An diesem Mittwoch darf er in Oldenburg mitspielen, dafür fehlt er im nächsten Drittliga-Spiel der Osnabrücker.

„Das DFB-Sportgericht verhängt nach Platzverweisen in Meisterschaftsspielen in der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga in der Regel Sperren, die nur für Meisterschaftsspiele gelten“, sagt Jürgen Stebani, Spielausschuss-Vorsitzender des NordFV: „Im Norddeutschen Fußball-Verband werden dagegen Sperren verhängt, die generell für Pflichtspiele gelten.“ Das betreffe auch Pflichtspiele im Landesverband – denn eine solche Partie ist das Pokalspiel. Der Wettbewerb wird vom Niedersächsischen Fußball-Verband veranstaltet.

Bei den Oldenburgern rufen die Urteile Verärgerung hervor. „Ich verstehe nicht, dass Mannschaften, die im selben Wettbewerb spielen, unterschiedlich behandelt werden“, sagte VfL-Sportleiter Detlef Blancke.

Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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