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NWZonline.de Sport Fußball

VfB-Trainer Marco Elia stellt die Charakterfrage

06.05.2019

Oldenburg Einer grinste diebisch, einer schimpfte fürchterlich, einer entschuldigte sich kleinlaut: Die Gefühlswelten variierten heftig nach dem Duell der Regionalliga-Fußballer von VfB Oldenburg und Lüneburger SK. Während LSK-Trainerfuchs Rainer Zobel durch den 2:1-Sieg neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfte und gut gelaunt das Marschwegstadion verließ, holte VfB-Coach Marco Elia zum verbalen Rundumschlag aus.

„Der eine oder andere Spieler muss sich charakterlich hinterfragen, ob er bis zum letzten Tag alles für den Verein gibt“, echauffierte sich Elia, nachdem Zobel lächelnd seine Sicht kundgetan hatte: „Das war eine engagierte kämpferische Leistung.“

Während die Lüneburger ihr Punktekonto auf 34 Zähler aufstockten und wieder an einem möglichen Nichtabstiegsplatz schnuppern, toppten die Gastgeber die schwache Leistung vom vergangenen Sonntag (0:3 in Havelse) sogar noch. Nach der Niederlage vor 858 Zuschauern ist der Klassenerhalt bei weiterhin 42 Zählern immer noch nicht zu 100 Prozent sicher. Ein Abstieg über die Relegation ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

„Das war fast schon eine Nicht-Leistung“, sagte Elia über den Auftritt seiner Elf in der ersten Halbzeit. Der Plan, gegen die kompakt mit einer Fünferkette verteidigenden Gäste schnell über die Flügel zu spielen, wurde nicht einmal ansatzweise umgesetzt.

Die Hilflosigkeit im Spielaufbau offenbarte sich auch bei der Entstehung des ersten Gegentors. „Ich habe einmal geguckt, zweimal geguckt, dreimal geguckt und hatte keine Option – dann ist es passiert“, schilderte VfB-Innenverteidiger Angelos Argyris bedröppelt die Szene vor dem 0:1, als er 40 Meter vor dem eigenen Tor Utku Sen einen Querpass in die Füße gespielt und der den Ball über Keeper Thilo Pöpken ins Tor gelupft hatte (37. Minute).

Nach der Pause mühten sich die Gastgeber etwas konzentrierter und konsequenter, hatten durch Kifuta Kiala Makangu (51., 68., 73., 75.), Maik Lukowicz (58.) und Pascal Richter (74.) auch Chancen, doch zielstrebiger waren die Gäste, wenn sie denn einmal in Richtung Strafraum kamen. Ein Kopfball von Goson Sakai klatschte an den Pfosten (63.), ehe Kevin Krottke dem Offensivdrang des VfB mit dem 2:0 einen Dämpfer versetzte (76.).

Erst jetzt stemmten sich die Oldenburger vehement gegen die Niederlage. Lukowicz verkürzte auf Vorlage von Richter auf 1:2 (87.), doch mehr gelang nicht mehr. „Zum Schluss hatten wir viel Glück und einen guten Torwart“, sagte Zobel mit Blick auf die Glanztat von Ole Springer, der in der 90. Minute einen Abschluss des eingewechselten Ibrahim Temin mit einem Reflex pariert hatte. „Die letzten zehn Minuten täuschen über das gesamte Spiel hinweg – für den Auftritt möchte ich mich bei jedem einzelnen Zuschauer entschuldigen“, schimpfte Elia und stapfte wütend von dannen.

VfB: Pöpken - Volkmer (59. Saglam), Erdogan, Argyris, Ndure - Madroch (74. Siala), Celikyurt - Richter, Lukowicz, Steinwender (74. Temin) - Kifuta.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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