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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball-Regionalliga: Das sagen Nordwest-Clubs zur Spaltung

19.06.2020

Oldenburg Daran zweifeln, dass die laufende Saison in der Fußball-Regionalliga Nord in der kommenden Woche offiziell ohne Ab- und mit Aufsteigern abgebrochen wird, tut sicher keiner mehr. Nur noch Formsache dürfte auch sein, dass beim außerordentlichen Verbandstag am 25. Juni per Video-Konferenz für die neue Spielzeit eine Aufteilung in zwei Staffeln (mit Hin- und Rückrunde) und sich anschließenden Auf- und Abstiegsrunden (jeweils einfache Runde) beschlossen wird. In dieser Woche wurde dieses Modell, über das die NWZ schon Ende Mai berichtet hatte, in einer Schalte vom Norddeutschen Fußball-Verband (NordFV) den Vereinen vorgestellt.

Das Flutlicht-Thema

„22 Mannschaften in einer Liga wäre ein Marathon. Mit Hin- und Rückrunde ist das unmöglich“, sagt Andreas Boll, Sport-Vorstand des VfB Oldenburg, mit Blick auf die Rahmenbedingungen, die sich durch die Aufstockung der Liga ändern werden. Nach oben verlässt nur der VfB Lübeck die vierthöchste Spielklasse. Von unten kommen Niedersachsen-Meister Hildesheim sowie die vier auf den Relegationsplätzen stehenden Teams aus Bremen (FC Oberneuland), Hamburg (Teutonia Ottensen), Schleswig-Holstein (Phönix Lübeck) und Niedersachsen (Atlas Delmenhorst) hinzu.

„Für alle Mannschaften ergebe die Zweiteilung viele Spiele gegen regionale Konkurrenten. Zudem würden die weiten Anfahrten entfallen“, zählt Boll zwei Vorteile auf. Auch Atlas-Abteilungsleiter Thomas Luthardt und Oberneulands Vizepräsident Uwe Piehl sind für die Zwei-Staffeln-Lösung.

„Wir haben wie der VfB Oldenburg kein Flutlicht, so dass Abendspiele eigentlich erst ab Mai möglich wären. Außerdem würde es durch die Zweiteilung sehr viele Derbys geben, die wiederum die Zuschauer ins Stadion locken“, sagt Luthardt. „Wir freuen uns natürlich über den Aufstieg. Wir halten die Zweiteilung nach geografischen Gesichtspunkten für vertretbar. Die Derbys und die kürzeren Anfahrten sprechen für die Teilung“, meint Piehl.

SSV will viele Heimspiele

Anders sieht das Gerhard Meyer, Geschäftsführer Sport des SSV Jeddeloh. „Wir brauchen Heimspiele, und zwar sehr viele“, sagt er mit Blick auf finanzielle Aspekte: „Den Vorschlag, die neue Saison mit 22 Mannschaften zu beginnen, haben sehr viele Vereinsvertreter nur mit lautem und deutlich hörbarem Zähneknirschen akzeptiert. Die meisten Vereine sind für eine einfache Hinrunde. Danach sollte die Liga in eine Aufstiegs- und eine Abstiegsrunde geteilt werden.“

Zu diesem Szenario könnte es sogar noch kommen, wenn die Entwicklung der Corona-Krise es nötig macht – allerdings innerhalb der zwei Staffeln. „Im Falle eines sehr späten Beginns oder sogar einer zweiten Infektionswelle könnten wir auf eine Austragung einer einfachen Punktrunde zurückgreifen und so wertvolle Zeit gewinnen“, betont Jürgen Stebani, Spielausschuss-Vorsitzender des NordFV.

„Ein schwerer Schlag“

„Der Starttermin ist von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise und den politischen Entscheidungen abhängig“, sagt Boll. Die Situation im August oder September könne „jetzt niemand realistisch voraussagen. Natürlich wünschen wir uns einen möglichst schnellen Neubeginn“.

„Vielleicht klappt es ja schon am ersten Wochenende im September“, hofft Meyer und macht sich wie alle Kollegen Sorgen wegen der mehr als wahrscheinlichen Einschränkungen durch die Pandemie. „Wenn gegen den VfB oder Atlas nur 500 Zuschauer in unser Stadion kommen dürften, wäre das ein schwerer Schlag“, sagt der SSV-Geschäftsführer. „Die Hälfte oder sogar drei Viertel der Plätze auf der Tribüne im Marschwegstadion abzusperren, würde einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeuten“, betont Boll.

24 statt 22 Teams

Offen ist weiter die Frage, ob der Antrag des VfL Oldenburg beim Verbandstag Erfolg hat. Der Oberliga-Dritte möchte eine Erweiterung der Aufstiegsregelung auf alle Teams, die eine Lizenz erhalten haben, erwirken. Wird das von den Delegierten beschlossen, dürften auch VfL und Germania Egestorf-Langreder, Mitabsteiger vor einem Jahr, wieder hoch. Es würden zwei Zwölfer-Staffeln entstehen.

„Darüber wird abgestimmt. Die Vorteile liegen auf der Hand“, sagt VfL-Präsident Rainer Bartels mit Blick darauf, dass es keinen Spieltag mehr gebe. In einer Elfer-Staffel müsste an jedem Spieltag nämlich ein Team aussetzen. Statt der geplanten Meisterrunde mit zehn und Abstiegsrunde mit zwölf Teams, könnte es auch gleich große Gruppen geben.

Alle VfL-Nachbarn dafür

„Ich würde mich über die Rückkehr des VfL in die Regionalliga freuen. Bei einer Zweiteilung von Beginn an spricht auch nichts dagegen“, meint Boll. „Ich würde dem VfL und Egestorf/Langreder den Aufstieg gönnen“, sagt Luthardt. Meyer hält den Antrag des VfL Oldenburg „für nicht erfolgversprechend“, wäre aber auch dafür: „Schließlich gebe es dann ein Derby mehr.“

Grafik zum Thema als PDF.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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