OLDENBURG - Sie griffen erst in dieses Fußballspiel ein, als es schon so gut wie verloren war. Nach rund 30 Minuten wagten die Spieler des VfB Oldenburg erstmals einen Schuss Richtung Tor von Werder Bremen. Doch zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 2:0 und hatten die Basis für ihren verdienten 4:1 (2:1)-Erfolg im Nordwest-Derby der A-Junioren-Bundesliga gelegt.
In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben Werder spielen lassen, bemängelte Trainer Timo Ehle. Der VfB zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und schaute meistens nur zu, wie sich die technisch beschlagenen Bremer den Ball zuschoben. Extrem passiv wirkte auch das Abwehrverhalten in der 11. Minute, als Marco Priessner einen Stellungsfehler zum 1:0 nutzte.
Danach wuchs der Respekt der Gastgeber weiter. Kaum ein Pass fand den Weg zum Mitspieler, spätestens die Mittellinie war Grenze aller VfB-Bemühungen. Werder hingegen nutzte auch seine zweite Torchance. Oliver Hüsing köpfte nach einem Freistoß von Orhan Yildirim zum 2:0 (23.) ein. Doch nicht nur bei ruhenden Bällen brachte der quirlige Yildirim seine Gegenspieler zur Verzweiflung. Immer wieder setzte er sich gegen mehrere VfBer durch und war kaum zu stoppen.
Trotz der deutlichen Unterlegenheit kam beim VfB kurz vor der Halbzeitpause ein wenig Hoffnung auf. Benjamin Ciosanski schob nach einem Abwehrfehler der Gäste frei vor Torwart Bernd Düker zum 1:2 ein (37.).
Dank zweier Umstellungen gestaltete der VfB das Spiel nach dem Seitenwechsel offener. Ehle brachte Moussa Alawie als zweiten Angreifer und ersetzte Kapitän Sebastian Spiewak durch Melvin Lamberty. Doch auch nach der Pause deutete nichts auf den Ausgleich hin. Stattdessen erhöhte Werder durch Malte Grashoff (71.) und Vico Mandlhate (85.) auf 4:1.
VfB Oldenburg: Zohrabian - Brehmer, Ludwig, Boukhoutta, NDiaye, Spiewak, (46. Lamberty), Jahjah (46. Alawie), Erbek, Heins, Ahrens, Ciosanski (82. Morche).
