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NWZonline.de Sport Fußball

Richter revidiert vernichtendes Urteil

06.11.2017

Oldenburg Kampfgeist, Siegeswille, taktische Disziplin: Alles, was den VfB-Fußballern in vielen Spielen im Allgemeinen und an diesem Samstag in den ersten 45 Minuten in Hannover im Speziellen fehlte, haben die Oldenburger in der zweiten Halbzeit des Duells bei der Bundesliga-Reserve von 96 gezeigt. Mit einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause verdiente sich der sportlich wie personell gebeutelte Regionalligist einen ganz wichtigen 3:2 (0:1)-Sieg in der Landeshauptstadt.

„Wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugriff auf den Gegner bekommen“, monierte VfB-Coach Stefan Ehlers: „Entgegen der Absprache standen wir viel zu tief und ließen dadurch Hannover viel zu viel Raum, so dass die ihr Spiel nach Gu̱tdünken aufziehen konnten.“

Vor 200 Zuschauern (darunter etwa 100 Fans aus Oldenburg – Vorstand und Geschäftsführung waren nicht da) gingen die Gastgeber in der 14. Minute durch Charlison Benschop in Front. Während seine Vorderleute sich vorn gegenseitig an Harmlosigkeit übertrafen, war es VfB-Keeper Hrvoje Bukovski hinten zu verdanken, dass der Pausenrückstand nicht höher ausfiel.

Für viele Beobachter sah der Auftritt der Gäste wie der eines Absteigers aus. Dieses vernichtende Urteil revidierten die Oldenburger nach dem Wechsel. Maßgeblichen Anteil daran hatte Pascal Richter mit seinen Toren zum 1:1 und 3:1. „Wir haben die Aufgaben neu verteilt“, lüftete Ehlers später etwas das Geheimnis, was er seinen Spielern in der Kabine für die zweiten 45 Minuten mit auf den Weg gegeben hatte: „Wir haben die direkten Zweikämpfe gesucht und den Gegner nicht mehr so hoch anrennen lassen.“

In der 48. Minute erspurtete Richter eine lasche Rückgabe von 96-Kapitän Henrik Ernst und ließ Keeper Samuel Sahin-Radlinger keine Abwehrchance. Nur wenig später war es VfB-Kapitän Thorsten Tönnies, der den Ball nach einem abgeprallten Versuch von Daniel Franziskus per Sonntagsschuss aus 28 Metern zur 2:1-Führung versenkte (54.).

„Ich habe gehört, dass Fans das Video bereits zur Sportschau für die Wahl zum Tor des Monats geschickt haben“, meinte der Mannschaftsführer und war natürlich froh über die Leistungssteigerung: „Die ersten 45 Minuten konnten wir komplett abhaken. Mit der anderen Einstellung haben wir das Spiel schließlich umgebogen. So kommt auch das verloren gegangene Vertrauen wieder zurück.“

Der VfB spielte munter weiter, hatte in der Defensive alles im Griff und legte in der 72. Minute das 3:1 nach. Als die Abwehr der Gastgeber weit aufgerückt war, nahm Richter einen langen Pass von Franziskus auf und schob den Ball am ebenfalls weit vor dem Gehäuse stehenden Keeper vorbei ins Tor. In der Nachspielzeit gelang Mike-Steven Bähre nur noch das 2:3 für die Bundesliga-Reserve (90.+2).

„Auch wenn der VfB mit zwei Glückstoren in Führung gegangen ist, bin ich von meiner Mannschaft sehr enttäuscht“, klagte 96-Trainer Mike Barten: „Wir hatten heute so viele gestandene Spieler mit hohen Ansprüchen auf dem Platz, die plötzlich anfangen, Harakiri zu spielen.“

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