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NWZonline.de Sport Fußball

Südkoreaner nach Bruderduell entsetzt

18.10.2019

Oldenburg Ein Gewitter zog während der Partie auf. Die Flagge der Gäste flatterte am Fahnenmast. Nordkorea wechselte zweimal, Südkorea dreimal. Zwei Spieler jeder Mannschaft sahen die Gelbe Karte. Viel mehr verbürgte Fakten gibt es nicht zum historischen koreanischen Fußball-Duell in der WM-Qualifikation – sie speisen sich aus wenigen Fotos und dem Spiel-Ticker des Weltverbands Fifa. Doch wenn es stimmt, was die Südkoreaner sagen, dann stand die Feindschaft der Bruderstaaten mit auf dem Platz.

„Das Spiel war wie Krieg. Ich habe nie zuvor eine solche Aggression erlebt“, berichtete der südkoreanische Verbands-Vizepräsident Choi Young-Il bei der Rückkehr nach Seoul. Doch auch Choi machte es nicht besser und wählte im Nachgang zum 0:0 in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang eine martialische Rhetorik: „Beim nächsten Aufeinandertreffen werden wir sie bestrafen. Wir werden sie bestrafen. Wir haben mehr Talent als sie.“

Von Bestrafungen und Revanche sprach Kapitän Heung-Min Son nicht. Der frühere Bundesliga-Profi des Hamburger SV war einfach nur geschockt von dem Erlebten. „Es gab viele aggressive Momente. Die Nordkoreaner waren extrem angestachelt. Wir haben schon sehr viel damit erreicht, dass wir sicher und ohne Verletzungen nach Hause gekommen sind“, sagte der Stürmer des englischen Champions-League-Finalisten Tottenham Hotspur: „Ich würde das Ganze am liebsten vergessen.“

Der südkoreanischen Zeitung „JoongAng Ilbo“ blieb bei ihrem Kommentar nur Sarkasmus: „Wahrscheinlich sollen wir Nordkorea noch dafür danken, unsere Fußball-Mannschaft unversehrt nach Hause geschickt zu haben.“

Das Spiel im 50 000 Zuschauer fassenden Kim-Il-Sung-Stadion fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ausländische Medien waren für das erste Aufeinandertreffen der Teams in Nordkorea nicht zugelassen, südkoreanische Fans durften nicht anreisen. Die Partie wurde nicht im Fernsehen übertragen. Und so bleibt kaum mehr als die Statistik, die besagt, dass Nord- und Südkorea nach dem Remis mit jeweils sieben Punkten auf dem Konto die Tabelle der Gruppe H anführen.

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